Ich Betäube Mich
14/01/2007Ich fahre Auto und höre meine Musik. Meine Musik, mein Herzzschlag. Jeder Ton spricht aus einer Ecke meiner Seele, und so sitze ich nun da, der Verkehr zieht an mir vorbei und mittlerweile ist jeder Griff und jede Bewegung so routiniert, dass ich nicht mehr hinsehe. Ich blicke durch.
Und es kommt eine einzige Stelle in einem Lied, und für wenige Sekunden- nicht einmal Sekunden, einfach nur ein Moment der nicht in der Dimension “Zeit” auszudrücken ist, weiß ich einfach nicht, was ich fühle. Fühlen muss. Fühlen sollte. Oder soll ich gar nicht?
Ich muss lächeln aber gleichzeitig verspüre ich diesen Drang, zu weinen. Ich will dieses Gefühl konservieren, einpacken, nie wieder auspacken, weil es so verwirrend ist und kein Mensch jemals verstehen wird, worum es mir jetzt eigentlich geht. Es ist wie eine flauschige Decke, die dreckig ist, und soll ich jetzt den Schmutz vergessen und mich dieser Weichheit hingeben, oder soll ich mich, angewiedert und von meinen Sinnen übernommen, wieder distanzieren?
Seufzen. Ich muss seufzen, und jetzt wieder lachen, weil es so unwirklich und so lächerlich ist. Nein, alles ist falsch. Alles läuft absolut in die falsche Richtung. Aber gleichzeitig bin ich froh, dass überhaupt irgendwas läuft, und dass es irgendwie vorwärts geht- auch wenn vorwärts nicht immer gut ist. Nur stillstehen, das will ich nicht mehr, das will ich nie wieder, und so biege ich von meinem Kurs ab.
Erstmal tanken.
“I met Horatio five years ago
Outside of Munich on the way to Rome
It was 45 degrees and i could barely breathe
He waved and said “Hey come sit by me”
I was scared at first cause when he spoke it wasn’t very soft
He told me about the life long love of his heart
Had a t-shirt on that said “we’re all gonna die alone”
I still believe that’s true oh i truly do”
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