Geschützt: PS: Fiction.

22/02/2007

Als sich unsere Lippen berührten.. in dem Augenblick, wo unsere Lippen aufeinander trafen… ich hätte jedenfalls nie gedacht, dass man etwas vermissen könnte, dass man noch nie erlebt hatte. Und hier war nun so ein Moment: Unsere Lippen, der Fernseher im Hintergrund, ein Grinsen in den Tiefen meines Kopfes und eventuelle Streicheleinheiten, für die wir definitiv noch nicht bereit sind: Es ist alles, was ich wollte.

Schon immer… für immer. War ja klar. Besonders wenn wir dann lachen, und sich unsere Lippen wieder trennen - es wird ziemlich kalt - und wir uns anschauen und weiter lachen müssen, weil es absurd ist, so völlig absurd und so völlig normal und so total wunderschön. Wun-der-schön. Das “Schön” wird geseufzt, wie der leise Wind, der durch die Haare, verdammt, durch die Äste der Bäume streift. Eine Briese im Sommer. Oder Frühjahr, das passt klischeeweise vielleicht sogar besser. Und jedenfalls, wir müssen lachen, und dann necken wir uns, unsere Zungen umspielen sich, umkreisen sich, wir beissen und wir sind wild. Dann sind wir still und ganz langsam und schmecken und riechen und alles miteinander und es ist wieder zum Lachen, deshalb wundert’s mich, dass wir weinen.

Jetzt wissen wir beide nicht mal mehr, warum wir bis vor fünf Minuten noch so zögerlich waren, uns noch zwingen mussten. Spaßeshalber, natürlich, aber der Ernst stand um die Ecke und wartete nur darauf, zuzuschlagen. Wussten wir überhaupt, dass es ernst werden könnte? Eigentlich nicht, aber deshalb gucken wir uns jetzt ja auch an und anstatt zu reden, wie auch sonst, wie jeder andere Mensch mit einem anderen Mensch, führen wir beide, zusammen- zusaaaaammen, zusammen - eine gänzlich unterschiedliche Konversation. Ja, das tun wir.

Und dann streifen meine Finger durch dieses Haar, das so gut riecht, das nach genau dem riecht, was ich haben möchte. Und dann, ein bisschen später, spüre ich einen Hauch in meinem Nacken, und ich schließe die Augen wieder (oder immer noch?), atme tief ein, atme noch tiefer, noch tiefer… noch viel viel tiefer… ein.. und aus.. und aus…

Irgendwann wachen wir beide auf und liegen so da, und es ist seltsam weil es so unerwartet kommt, diese Situation. Nein, wir haben ja nichts angstellt. Ist doch völlig okay so. Klar können wir damit umgehen. Fehlt nur noch, das wir uns die Hand geben und über Aktienkurse sprechen. Beide viel zu hart, zu cool, um es auszusprechen. Viel zu verzweifelt, um sich auch nur einen Funken Angst anmerken zu lassen. Aber das ist mir egal, weil ich weiß, wie es dahinter aussieht, und ich muss wieder lächeln, und es wird erwidert, und es wird gekitzelt und gespielt… bis ich wieder diese Lippen schmecken… auf die ich mein Leben lang gewartet habe…

… auf die ich vielleicht für immer warten muss.

I am thinking it’s a sign that the freckles
In our eyes are mirror images and when
We kiss they’re perfectly aligned
And I have to speculate that God himself
Did make us into corresponding shapes like
Puzzle pieces from the clay
True, it may seem like a stretch, but
Its thoughts like this that catch my troubled
Head when you’re away when I am missing you to death
When you are out there on the road for
Several weeks of shows and when you scan
The radio, I hope this song will guide you home

They will see us waving from such great
Heights, ‘come down now,’ they’ll say
But everything looks perfect from far away,
‘come down now,’ but we’ll stay…

I tried my best to leave this all on your
Machine but the persistent beat it sounded
Thin upon listening
That frankly will not fly. you will hear
The shrillest highs and lowest lows with
The windows down when this is guiding you home

There are 7 comments in this article:

  1. 22/02/2007Muschi Gonzalez say:

    Wie du schreiben kannst ist echt der Hammer!

  2. 22/02/2007Caipi say:

    *seufz*
    Ich find die traurigen Texte ja besser (wegen Spuren von Ironie und weil ich die besser verstehe…), aber das is auch gut.

    VERDAMMT!!
    Jetzt komm ich mir noch einsamer vor.

  3. 23/02/2007Christoph say:

    Ich werde nie wieder einen Text mit irgendwie romantischem Background posten - verdammt Sara, du kannst es! :) Hast du nicht mal geschrieben, dass du es bewunderst wenn irgendwelche “Tussen” aus irgendwelchen H&H-Kettchen ein doch überzeugendes Outfit basteln können?
    Ich finde es die viel größere Leistung, aus Begriffen wie “Eine sanfte Briese im Sommer” einen Text zu erschaffen, der trotzdem einfach nur schön und kein Bisschen kitschig ist!
    Respekt, ganz ehrlich, das ist ne’ echt bewunderswert!
    Also kann ich mich Gonzales’ Muschi nur anschließen! :)

  4. 23/02/2007Christoph say:

    Mach mal aus dem zweiten “H” ein “M”… ;)

  5. 23/02/2007Skywalker say:

    Danke schön… :) ihr wisst, dass mir das viel bedeutet. Allerdings muss ich den Post trotzdem leider “privatisieren”… hat mehr oder weniger etwas damit zu tun, dass ich mittlerweile schon in der Schule darauf angesprochen werde und obwohl das alles ausgedacht ist.. naja, ich bin da ein bisschen sensibel.

  6. 23/02/2007Caipi say:

    DU BIST BERÜHMT!!

  7. 26/02/2007diejule say:

    wow. echt, uh, genial..
    meine mutter hat mich während des durchlesens bestimmt 5 mal gerufen weils telefon geklingelt hat.. konnte aber nich aufhören zu lesen, war zu fesselnd.

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