a) Nein, ich hatte keinen Sex.
b) Ich hatte viele Orgasmen.
c) Alkohol hat viel Macht.
d) Ich werde ihn wohl nie wieder sehen.
e) Meine Gefühle haben noch nie so verrückt gespielt wie jetzt.
f) Bin nicht mehr so frustriert.
g) Hab einen Konflikt provoziert.
h) Besagter Konflikt war nur eine Frage der Zeit.
i) Gefühlskontrolle sollte ein Fach in der Schule sein.
J) Ich habe keine Ahnung, was ich tun soll.
Kurze Erläuterung:
a) Man kann auch anders befriedigt werden.
b) Das Resultat anderer Befriedigungen endet genauso wie Sex wenn nicht sogar noch besser und vor allem: es endet definitiv in Orgasmen…
c) Alkohol ist etwas Schönes, wenn man kontrolliert saufen kann. Nicht, dass ich beim Flatratespaß mitgemacht hätte, stattdessen wurde ich von männlichen Parteien abgefüllt. Der Geldgeber hatte jedoch keinen Erfolg sondern musste mich an jemand anderen “abtreten”. Außerdem hat er mir bestimmt was in den Drink gemischt, DAS WAR NICHT MEHR NORMAL.
d) Es war keine Liebe auf den ersten Blick, aber es war zumindest den momentanen Ansprüchen entsprechend, wenn man bedenkt, wie mein Zustand aussah. Ich hätte es nicht im nüchternen Zustand gemacht, niemals. Er war süß und nett und total lieb und keine Ahnung, ich kenn gerade seinen Namen und seine Wohnung und seinen Arbeitsplatz und das war’s. Und ich will ihn gar nicht wieder sehen, weil ich weiß, dass das alles zerstören würde. Aber es war gut, für die paar Stunden.
e) Dummerweise gibt es bestimmte Beziehungen in meinem Leben, die meine nächtliche Action nicht so großartig fanden. Kann ich nachvollziehen, denn wenn ich das alles so reflektiere, kann man mir das durchaus übel nehmen- und ich weiß nicht, ob ich dafür Verständnis haben & Reue zeigen sollte, oder ob ich das alles einfach ignorieren & egoistisch sein muss. Es wäre einfach zu sagen: Mich juckt’s nicht. Tatsache ist jedoch, dass es mich sogar richtig heftig juckt und ich einfach unsicher bin, ob ich mich weiterhin so bescheuert benehmen soll und alles auf die hohe Karte setzen kann und somit meine Beziehungen riskiere um diverse Triebe zu befriedigen, oder ob ich mich zurückziehe und - obwohl ich noch nicht mal weiß, inwiefern ich mir Hoffnungen machen soll - diese anderen Beziehungen berücksichtigen soll. Weil ja, daran liegt mir viel. Ich weiß nur nicht, ob ich überhaupt Chancen habe.
f) Sexuell gesehen, mein ich. Ich bin abgeklärt, rational, kann scharf darüber nachdenken, was vor sich geht. Und vor allem hat mich diese Erfahrung weitergebracht, was meine Gefühle angeht, glaub ich zumindest: Wie gesagt, es war gut. Aber ich weiß jetzt, wo mein Herz wirklich ist. Dumm nur: Wie reagier ich darauf?
g) Naja, dieser Konflikt ist eben mit den anderen Leuten in meinem Leben. Das ist an sich auch kein Problem. Dummerweise steh ich jetzt vor einem selbst iniziierten Ultimatum: Tu ich das oder das? Welchen Weg gehe ich? Und eine Reaktion, die ich nicht erwartet hätte, macht die ganze Sache noch ein Stückchen schwieriger zu entscheiden, denn es hängt nicht mehr nur von mir ab.
h) Es wäre sowieso irgendwann so weit gewesen- Gespräche und Kommunikation, sag ich nur. Aber das hier ist mir Schmerz und Traurigkeit verbunden, eben weil ich scheisse gebaut hab, auf einer bestimmten Ebene. Klar, ich hätte es mir ausmalen können, aber ich wusste es im Endeffekt ja doch nicht, und vielleicht wollte ich es auch gar nicht wissen, um mir nicht irgendwelche Hoffnungen zu machen. Nur jetzt weiß ich nicht, was überwiegen soll: Hoffnung, dass dieser Konflikt mich auf einen anderen Weg führt, der alles bessert, weil die Dinge nun geklärt sind- oder Trauer, weil mein Handeln einen unlösbaren Konflikt hervorgerufen hat, der mit einem Verlust einer mir sehr wichtigen Beziehung endete?
i) Das ist nämlich der Knackpunkt. Wenn man seine Gefühle steuern könnte, oder zumindest mit seinem Kopf abgleichen, dann gäbe es ungefähr hundert Probleme weniger auf dieser Welt. Was zwischenmenschliche Beziehungen angeht wenigstens.
J) Tja, “J” sagt genau das aus, was ausgesagt werden muss: Ich weiß wirklich nicht, wie es weiter geht. Und eigentlich liegt es jetzt auch gar nicht mehr an mir,…. oder vielleicht doch.
Warum muss eigentlich alles immer so verdammt kompliziert sein?

Klingt irgendwie, als wärst du richtig schön verknallt
Genieß’ das doch!
Wenn ich das alles richtig verstehe, dann hast du quasi im Nicht-ganz-Flatrate-Suff eine Erfahrung gemacht, die du sonst nie gemacht hättest. Und die dir sogar fürs nüchterne Leben emotionale Impulse gegeben hat (doller Satz, klingt richtig sexy…). Ich würd sagen: Nutz das. Versuch, auch ohne Schnaps&Co das Erfahrene positiv in Dein Leben und Denken einzubeziehen (die Sätze werden nicht besser…). Und: Deine “gekränkten Beziehungen” müssen da durch, genau wie Du. Wenn ihnen was an Dir liegt, verbuchen sie das unter “Selbstfindung und wilde Phase” und machen weiter mit Dir als “Skywalker2.0″.
Auch ich denke, dass du dich in deinen Bedürfnissen und “Trieben” nicht von den moralisch oder sonst wie gearteten Vorstellungen Dritter beeinflussen lassen solltest. Das klang ja nun nicht so als ob du mit dem Schwarm deiner besten Freundin abgestürzt wärst - das wär’ natürlich schon Scheiße…
Aber wenn du einfach nur das Bedürfnis hattest dich zu amüsieren: Was solls?
Klar ist es das gute Recht deiner Freunde zu sagen: “Ey, ich fand das nicht in Ordnung!” oder: “Ey Sara, da haste dich etwas billig verkauft.”
Aber wenn sie deine Freunde sind, dann müssen sie in erster Linie versuchen Verständnis für dein Handeln zu entwickeln! Du hast eine Erfahrung gesammelt, damit in erster Instanz auch niemandem wehgetan - du hast dir nichts vorzuwerfen!
Frei nach dem Motto: Wenn’s dich juckt, dann kratz dich!
jaja der suff… hatte am freitag da auch meine erfahrungen
viel glück was auch immer du tust
jeder mensch ist mal an der reihe dieses gefühlswirrwarr durchzustehen, unabhängig davon was die ausgehende situation ist.
soweit ich das richtig verstanden habe, weißt du nicht ob das was du getan hast richtig war. du hast dich wohl gefühlt im moment, aber… jemand anderes ist der meinung dass das ausgerechnet falsch war. vielleicht hat die tat selber ihn/sie total verletzt… und jez bist du (noch mehr) aufgeschmissen, weil du einfach gern genießen würdest aber so viele fragen und gefühle und nennen wirs verantwortungsbewusstsein deinen leutz gegenüber dich hemmen.
in einer ähnlichen situation hab ich ein urschönes zitat gefunden, was genau das ausgedrückt hat was ich denke und wonach ich versuche zu leben:
“Jetzt bin ich nur mehr meinem eigenen Gewissen verantwortlich. (…)
Ich will mich nie mehr fürchten und immer so handeln, daß ich mich nie wieder meiner Taten und Reden zu schämen brauche.”
(Lew Kopelew)
mehr und besser kann ichs gar nicht ausdrücken was ich versuche mitzuteilen..
auf ein besseres! PROST!
Tja, ich könnte ja auch meinen Senf dazu abgeben - was sicher den Rahmen hier sprengen würde
Ich tue es nicht, weil eigentlich hormuthsfrederic die Sache wunderschön und sehr gefühlvoll auf den Punkt gebracht hat. Das einzige was dazu noch eventuell anzumerken wäre, ist, dass Du Du Dir echt nicht den Kopf darüber zermartern solltest, was “andere” von der Sache halten. Ich sag immer “Ein Narr, der niemals Narr war” 
Wenn ich das alles richtig verstanden habe (naja… gib nicht viel drauf^^), dann schließe ich mich hormuthsfrederic an. Und natürlich Leonope (*Kusshand zuwerf*). Hör auf darüber zu grübeln und die Sache zu zergrübeln, akzeptier sie und sag dir, dasses dich weiterbringt.
Womit der Stamm der Schoschonen beschloss, nur mehr schöner zu wohnen, HUGH
Im Prinzip habt ihr ja alle irgendwo recht. Aber um eins anzumerken: Die “anderen”, die meine Tat für scheisse hielten, die haben nicht nur ein Recht, das alles scheisse gefunden haben zu dürfen- nein, aufgrund ihrer Reaktion bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob ich die Tat selbst gut finde, weil ich mir meine Gefühle der “anderen” gegenüber nicht mehr sicher bin.
Gott, ich hasse es, in Rätseln zu sprechen- aber es muss leider sein, weil es doch ein zu delikates Thema ist. Drücken wir es so aus: Die Reaktion hat mir bestätigt, was sich schon lange in mir selbst angestaut hat, d.h. es war nur eine Spieglung meiner eigenen Bedenken. Hätte ausgerechnet diese andere Person diese Tat begangen, oh man wie scheisse sich das anhört, tja dann hätte ich mich wohl genauso verletzt und beschissen gefühlt. Was sagt mir das jetzt? Dass diese Beziehung vielleicht tiefer geht, als wir beide gedacht haben. Nur: Es stehen zu viele Dinge im Wege, und deshalb wissen wir beide nicht, wie wir damit umgehen, nein, im Prinzip wüsste ich, wie ICH handeln würde- ich weiß jetzt irgendwo, was ich will- nur kann ich das niemals eingstehen, wenn ich nicht weiß, was mein Gegenüber will, um das, was wir haben, nicht zu gefährden.
Da soll mal einer durchblicken.
……ich weiß jetzt irgendwo, was ich will- nur kann ich das niemals eingstehen, wenn ich nicht weiß, was mein Gegenüber will, um das, was wir haben, nicht zu gefährden….Da soll mal einer durchblicken.
Ist doch alles klar, oder?