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Im Internet, Mann/Frau, Selbstanalyse

Die Tatsachen erleuchten

04.30.07 | 1 Comment

Ich will gar nicht viel sagen, weil Patsy Jones das alles schön für mich komprimiert habe und ja, darum geht es. Das ist es wirklich. Danke.

Und eigentlich wollte ich die wichtigsten Teile rauszitieren, bzw. hatte das hier auch so, aber ich dachte mir, nein, wisst ihr was, ALLES was die Frau sagt hat Bedeutung, und ALLES widerspiegelt gerade meinen seelischen Zustand, ich glaube, es gibt nur ein paar wichtige Zitate, die ich rausschreiben möchte, für den Rest geht hier bitte hier und hier hin und weint darum, dass ihr absolut nicht dasselbe Talent habt wie sie (ich liebe euch trotzdem denn ihr habt immer noch andere Talente).

Normalerweise geb ich nicht einfach auf. Wen ich einmal mag, den mag ich eben. Der hat bei mir gewonnen. Aber was ist das, wenn jemand nicht mal einfachste Tatsachen begreift, die für jeden Menschen da draußen gelten. Wenn man ungefähr hundertmal dieselbe Situation erlebt, immer wieder auf dieselbe Art und Weise scheitert. An dem Unwillen und den Geistern die jemand seit vielen Jahren mit sich rumschleppen muss. Es ist nur so traurig. Was bin ich wert? Oder, anders gefragt, wann begreife ich endlich dass mein eigener Wert nichts damit zu tun haben darf, wie andere mich behandeln. Das ist das, was ich nie begreifen werde im ersten Moment. Dass es nichts über meinen Wert aussagt, sondern über den Wert des anderen.

Ich bin derjenige der weint, der ehrlich ist, der Emotionen zeigt und Schwächen und somit auch Stärken zugeben kann. Ich bin der der fällt und aufsteht und fällt und aufsteht und fragt und es sich selbst beantworten muss. Langsam versteh ich das Spiel. Wenn auch nur einen kleinen Teil.

Ich war zufrieden, ich war froh über das was ich denke, fühle und vor allem nicht fühle. Aber in Wirklichkeit fehlt immer ein Stück. Wenn du nicht geliebt wirst, dann kommt irgendwann die Zeit in der du es einfach akzeptierst und es wird ein Teil von dir und obwohl du ewig traurig deswegen sein könntest, freundest du dich damit an. Alles was du dann willst ist ein bisschen Respekt, eine Hand die du schütteln kannst, die Gewissheit dass du einem Menschen nicht scheißegal bist. Und dann kommt der Moment, wo du dich fragen musst: Bist du jetzt scheißegal? Oder liegt es an etwas anderem.

Und dann legst du dich irgendwann hin und wünscht dir dass, wenn du aufwachst, es die letzten Wochen, Monate und Jahre nicht gegeben hätte und dass es sie vielleicht sogar auch gar nicht mehr gibt, die Menschen, die das mit dir machen oder nicht machen. Aber die Welt ist ein verdammtes Dorf und es wird sie immer geben, die Menschen, die das mit dir machen oder nicht machen.

Ich hab mich geirrt, was die Aktion “Beziehung” betrifft. Ich hab mich geirrt was die Aktion “Gute Bekanntschaft” betrifft.

Ich habe mich zum zweiten Mal in meinem Leben in einem Menschen bereits so sehr geirrt, dass es fast körperlich weh tut. Zwei Menschen. In so kurzer Zeit. Ich dachte, ein bisschen Verständnis wäre da. Mitgefühl. Ich seh es fast als Verrat. Und ich mag nicht verraten werden. Dazu, weiß ich, bin ich zu stolz und dafür schätzen mich trotzdem noch zu viele Menschen. Das ist ja das schlimme. Ein einziger Mensch kann mich so sehr runterziehen und so verdammt traurig und wütend machen, dass das, was andere mir geben und wie sie für mich da sind, in dem Moment nicht mehr zählt.

Und ich hab Angst, dass es in einer Depression endet. Weil es irgendwie zu viel ist. Oder dass ich ewig Angst haben muss. Ich hatte nie Angst. Bis vor wenigen Monaten hatte ich nie Angst. Und plötzlich muss ich immer plötzlich damit rechnen, bedeutungslos zu sein. Warum tut er das? Warum räumt er nicht seine Vergangenheit und seine Gegenwart auf? Warum begräbt er nicht das Arschloch das er mit sich rumschleppt und warum bin ich diejenige, mit der er sowas macht? Warum, wenn ich ihm alles verziehen habe und wenn alles was ich dafür wollte ein verdammter kleiner Teil an Loyalität und Vertrauen ist, warum macht er es dann?

Ich bin ein sehr reicher Mensch. Und trotzdem so unglaublich arm. Wer viel hat, kann viel verlieren und in solchen Momenten denkst du, dass du nun alles verloren hast, dass du nie etwas warst. Du siehst plötzlich nicht mehr wenn Männer dir nachsehen und du siehst auch nicht die, die dich in den Arm nehmen würden. Du siehst nur diesen einen Menschen, an dem ein ganzes Jahr lang dein Herz hing, dem du eine neue zweite Rolle in deinem Leben eingeräumt hast und der sich nun benimmt wie jemand, der sagt: Ich bekomm sie sowieso jedes Mal wieder aufs neue, diese Rolle.

Kein Mensch da draußen kann verstehen warum du dann später in dein Kissen fällst und dir wünscht jemand anderer zu sein.

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