So langsam wird mir klar, warum ich nicht mehr gerne blogge. Es liegt einfach an den anderen Bloggern.
Genau. DU bist vielleicht Deutschland, aber ‘ne großartige Hilfe bist du mir nicht gerade.
Verstehen wir uns nicht falsch, ich rede gar nicht von absichtlichen, hinterhältigen Attentaten auf meinen Blog oder davon, dass mir irgendjemand mein Talent klaut und es an kleine Asiaten in irgendwelchen Kellern verkauft, die dann neue Spammails schreiben oder so; und es gibt auch keine hundsgemeinen Hacker die sich hier mit Viren, Trojanern und “LOLZ I HAXX00red YOUZZ!” breitmachen. Was ich meine ist die Konkurrenz an sich.
Dabei geht es auch gar nicht so sehr um die Leserschaft. Ich meine, klar freu ich mich wenn jemand mein Gerülpse liest. Hey, ich dreh am Rad an guten Tagen, wenn ich so ungefähr 3 Besucher begrüßen darf (nebst den 3400 anderen, die nach trockenen Muschis oder fetten Vorhautschläuchen suchen (ich schwör’s euch, fette Vorhautschläuche… so wahr mir Gott helfe!)), ich flippe aus und mach Handstände und frag mich, wieviele Drogen im Umlauf sein müssen, dass auch irgendjemand diesen Scheiss wirklich interessant finden könnte und ob es nicht doch eher Bestechungsresultate sind von meinen lieben Freunden, die meinen, ich hätte ein bisschen Anerkennung verdient- auch wenn ich’s nicht tatsächlich verdient hätte. Aber, um mal auf den Punkt zurückzukommen, um die Leserschaft geht es mir dabei gar nicht so sehr. Ich schreibe halt doch in erster Linie für mich und das merkt man vor allem an den übermäßig vielen Emo-Einträgen, die kryptische Inhalte über mein emotionales Seelenleben beisteuern, die sowieso keiner versteht und wenn doch, dann höchstens zum Selbstmord animierend sein könnten.
Wirklich, es geht nur um meine eigene Auffassung davon, was Gut und was Schlecht ist. Und damit meine ich ganz klar die Qualität im Schreibstil. Denn wenn man mich fragt, ist es recht einfach, einen guten Blog (und ja, ich bleibe bei “der Blog”. “Das Blog” zu sagen verursacht bei mir Ohrenschmerzen, ich scheiss auf deutsche Grammatik. Ich hab gebloggt da gab’s den Kackbegriff noch nicht mal, also kann ich mir das Recht rausnehmen, den Scheiss so zu nennen wie ich will) zu führen, so lange man auch ein gutes Thema hat. Politik, Wirtschaft, Medienrummel, Popkultur, Musik- hach, egal was, und wenn’s Bananenzucht in der Antarktis wäre, ein Thema ist ein Thema. Da braucht man nicht zwangsweise mit Schreibstil oder Kreativität zu protzen. Man braucht höchstens noch eine Meinung. Die Interessenten finden sich schon.
Aber was ist, wenn man keine Marktlücke findet? Okay, dann muss man sich anstrengen. Aber dennoch hat man ein Thema und das ist schon mal Fundament für alles. Man hat ein Thema und jetzt muss man sich rausputzen- fettes Layout, viel Marketing, ein bisschen Mühe geben beim Schreiben und vor allem konsequent sein: nie darf man vom Wesentlichen ablenken. Niefuckingmals.
Ich derweil hab mich in die derbste Scheisse geritten: Ich hab nämlich gar kein Thema. Ich hab den Randomblog aller Wahllosblogs, die absolute Nullnummer. Ja, gut, es geht um mich, aber da ich weder A- noch B-Promi bin kann man nicht gerade von einem faszinierenden Leben reden, das man UNBEDINGT in den Medien verfolgen müsste. Weshalb es ja eigentlich Blogs gibt, nicht wahr, damit sich jeder mal ein bisschen berühmt fühlen darf…
Und jedenfalls, okay, ich schaff’s einfach nicht. Mein Schreibstil kotzt mich an. Wirklich. Ich schaffe es nicht eine einzige Pointe in einen einzigen Post zu bringen. Derweil lese ich viel von anderen und lache mich tot, muss schmunzeln, nachdenken und losheulen, weil es einfach so verdammt und umwerfend gut ist. Qualitativ, eben. Das ist wie wenn man durch ein Kaufhaus läuft und die besten und teuersten Klamotten sieht, aber man kann sie sich nicht leisten weil man den Status “Super-Behindert” schon überschritten hat und deshalb nicht mehr arbeiten kann und nur noch sabbern davor steht und alles, was jetzt übrig bleibt ist das Zeug zu klauen aber das fällt nach kurzer Zeit schon auf und zack boom shit sitzt man im Kittchen.
Ich kann zum Beispiel keine gescheiten Metaphern bilden. Keine lustigen oder besonders brauchbaren zumindest. Ich lese Dooce.com und falle um weil die Frau einfach die geilsten Sachen bringt. Zynische Kommentare entweichen mir höchstens in realen Situationen, hier kommen die Worte nicht gescheit zusammen- anders als bei Boobs, Injuries & Dr. Pepper. Die haut auch geile Teile raus. Ganz abgesehen von so vielen anderen, die alles so viel besser machen, die wirklich so trocken sind dass sie lustig wirken und aaaach, ich weiß auch nicht. Natürlich will ich in erster Linie schreiben, weil es mir auf dem Herzen liegt, und damit würde ich auch nie aufhören. Aber was das bloggen angeht - da fällt mir ein, wenn ich z.B. gerade nicht das passende Wort finde, ersetze ich es durch einen Fäkalausdruck - ist es nicht gerade motivierend, wenn man so vieles liest, was sich einfach besser anhört, zumal es meistens gar nicht so unterschiedliche Geschichten oder Meinungen sind. Nur die einen sind besser, die anderen schlechter verpackt. Und trotz allem geht es ja auch irgendwo um den Schreibstil, den ich gerne verbessern würde. Jetzt könnt ihr euch wahlweise noch entscheiden, ob ihr Geld für’s Melt! oder für einen Schreibkurs spenden möchtet- nur dass das nochmal zur Sprache kommt.
Pff. Das wollte ich nur mal rauslassen, weil ich schon wieder den ganzen Tag am Verzweifeln bin- so viele Dinge, so viele Gedanken und nicht ein einziger brauchbarer Beitrag. Scheisse mit der Scheisse hier.
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Einfach mal die alten Posts lesen. Hilft ungemein, wenn man da plötzlich eine längst vergessene Perle findet!
Denk ich mir auch dauernd. Manchmal frag ich mich, wieso ich deinen Blog nicht einfach aus meiner Blogroll lösche.
Haha.
Tscha… Ach wayne, ich schreib für mich und weil ich das loswerden will was ich loswerde.
Ach scheiß einfach auf die Posts von anderen Blogs. Sobald du dich zuviel mit anderen vergleichst fängst du nur an dich zu verfälschen oder zu verbiegen. Und dann wirst du echt richtig mies. Schreib so weiter wie bisher, wir stehen drauf. Egal wieviele Fäkalbegrifflichkeiten du in die Texte haust, das gefällt uns Deppen doch gerade erst. Vielleicht checkst du’s net, aber deine Posts bringen mich (uns) auch zum Lachen, Heulen und Randalieren. Wenn ich allein schon an den echt schönen Text zum Thema besoffene Diskonacht zurück denke, bekomm ich schon ne Morgenlatte. Also Sara: Weitermachen und hier nicht abkacken.
Hey Schlampe, schreib doch sowas nicht!!!! Du bist ein Lichtblick für mich!!! Du bist eine der wenigen weiblichen Wesen in diesem gruseligem Blog-Land, die es wirklich drauf haben. Dafür braucht man kein Thema. Man braucht Persönlichkeit und Wortwitz. Hast du beides. Du bist im Schnitt witziger als die richtig bekannten Blogger. Also Fresse halten jetzt.
EY FETTSACK, NENN MICH NOCH EINMA SCHLAMPE!!
… danke trotzdem..
ich find deinen schreibstil im gegensatz zu meinem ungefähr doppelt schwein gut … sry bin noch goethegeschädigt
Also ich les dein Blog weil du so schreibst, wie du schreibst. Und fuer dieses Talent beneide ich dich absolut (aetsch, geht eben anderen genauso, tut mir leid, aber man kann halt nie alles koennen. Eigentlich sind so Vorbilder auch gar nicht so schlecht, weil man was hat, woran man sich orientieren kann, denk ich mir grad so…)
Ausserdem kann ich mich zB erinnern, hier mal einem Freund einen deiner Texte gezeigt zu haben, und wir sind bruellend am Boden gelegen vor Lachen (ich glaub, das war dein erster Kellnern-Text). Hey, TEXT, nich irgend so’n humbsdibumstrallala-Video, echter, fetter TEXT. Also mach bloss weiter so, sonst…!!
Ich bin eigentlich bloß wegen dem Abo hier…
Bist du eigentlich völlig bescheuert? STÄNDIG stehen bei dir Kommentare, die deinen Schreibstil oder dein Gefühl für die Sprache loben - und du bist Araber, verdammt!
Also laber nicht son’ Scheiß! Ich lach mich über deine Art zu schreiben regelmäßig kaputt, das hat einen Grund: Deinem Blog merkt man an, dass du völlig frei von der Leber weg deine Gedanken und Gefühle aufschreibst. Und das machst du in einem zynischen und ironischen Unterton, das ist der Hammer! Ich liebe diesen Blog, damit stehe ich nicht alleine da, glaub mir!
Also Schluss mit diesem Dummgeschnacke, du hast nun wirklich keinen Grund an deinem Talent zu zweifeln!!!
Karel Valentibn sagte mal “Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen!”
Also keine Scheu, Themen anzufassen, auch wenn sich andere daran schon ausgelassen haben. Die Art der Betrachtung macht den Unterschied.
Die Fäkaliensprache?
Naja - vielleicht ein Ausdruck von Ungeduld?
Wenn sie die Szene nicht beherrscht, dann hat sie auch ihre Daseinsberechtigung.
Gruß Nordstrahl
Ich LIEBE deinen Blog weil er so wunderbar zynisch ist und ich manchmal denken muss: fuck, die ist wie ich nur weiblich! Besonders den ganzen Kram den die Schule angeht - einfach wunderbar zu merken dass man nicht der einzige Depp ist, neben den ganzen Musterschülern die sagen: “Ich muss da heute unbedingt hingehen, weil ich schon ganze 2 Fehlstunden im letzen Halbjahr hatte”. Ich hab einige Fächer da hab ich grad mal 2 Anwesenheitsstunden - Sport! Ahaha, wer braucht die scheiße auch, kann mich auch ohne Anstrengung lächerlich machen, da brauch ich kein Geräteturnen zu.
Bin abgeschweift, mach weiter so!
Versteh nicht was du hast, mir gefällt dein Schreibstil.
Wenn er dir nicht gefällt, arbeite dran (nötig wäre es nicht und vielleicht würde er uns dann weniger gefallen), aber schlecht machen ist eindeutig übertrieben.
Korrekt beschrieben. Warum liest man eigentlich Blogs?
Ich dachte mir mal, dass ich nie mit so ner Zeitverschwendung anfangen würde. Wozu das persönliche Gesabbel von irgend jemandem lesen, wenn es Zeitungen gibt, wo wenigstens Leute schreiben, die auch die Zeit dafür haben, das richtig und gründlich zu machen, weil sie dafür bezahlt werden?
Mittlerweile lese ich regel- und unregelmäßig Blogs zu Themen, die in Zeitungen oder Magazinen nicht auftauchen.
Und ebenso unregelregelmäßig bin ich hier. Warum? Weil es Spaß macht, aus dem Privatleben von Leuten zu hören, wenn sie es gut erzählen können. Warum unterhält man sich mit Freunden und Bekannten? Weil es Spaß macht, zuzuhören. Weil man selbst auch ein Leben und Probleme hat. Und weil manche Probleme, selbst wenn die Personen kreuzgottverschieden sind, kurioserweise ähnlich sein können.
Mach dir keinen Stress mit Metaphern und sonstigen Stilmitteln. Deine Schreibe liest sich gut. Flüssig, angenehm, auch mal kreativ. Lang, kurz. Zuviel theoretisch über Schreiben nachdenken produziert nur schlechte Kunstwerke. Ein Maler setzt sich auch nicht hin und sagt: “Ich mal jetzt Pointillismus.”
Viel Spaß noch
Sobald Du anfängst darüber nachzudenken, was Du wie schreiben sollst, wird deinen “Ausbrüchen” jegliche Authentizität fehlen. Und gerade die ist es was deinen (auch ich bevorzuge “der” Blog), ausmacht. Du weisst was ich von deiner Schreibe halte
Mir würde was fehlen…
ROFL - danke für die links. die sind sauuuugeil
und mir gehts so wenn ich deinen blogg lese oder die von ner menge andren..
wobei dir sicher jeder deiner leser schon regelmäßig versichert hat dass du etwas veröffentlichen solltest
irgendwie gehts mir auch manchmal so, aber allein an den ganzen kommentaren die ihr stehen solltest du dich ermutigt fühlen weiterzumachen und die Leserschaft zu befriedigen,
und ganz nebenbei, denk nich so viel nach:
-es musst nicht immer alles einen Sinn haben