« Yo, heute regen wir uns über die Internetgemeinde auf
» Ehrliche Kritik von Spasten

Mann/Frau, Selbstanalyse

Das Thema Liebe, Klappe die Millionste

08.27.07 | 8 Comments

Eigentlich ist mir dieses Thema echt zu peinlich, aber nachdem ich mich in unbedachten Augenblicken sowieso schon ausgekotzt habe wie kein anderer in dieser Ecke des Internets, bin ich es euch und mir einfach schuldig, mal reinen Tisch zu machen.

Ich. Bin. Einsam.

Und das meine ich jetzt auf keine negative Art und Weise, wenn es denn eine Art und Weise geben kann, die nicht negativ ist. Also, ich fühle mich nicht schlecht. Ich heul nicht rum, ich habe keine Depressionen, ich jammere nicht stundenlang (mag auch daran liegen, dass ich meine Tage erst in zwei Wochen kriege und ich daher noch ein bisschen Zeit habe, bis es wieder so weit ist). Aber wenn man die Fakten mal so klar wie Kloßbrühe betrachtet, dann bin ich einfach einsam.

Ich meine, was ist das nur für eine Unverschämtheit? Man trifft einen super tollen Typen, er sieht gut aus, er scheint sich ganz aufrichtig zu interessieren, und man verliebt sich trotzdem nicht in ihn, egal wie viel Mühe man sich gibt. Oder man hat die beste Zeit seines Lebens mit seinen Freunden und amüsiert sich prächtig, aber die Hälfte der Zeit muss man sich darauf konzentrieren, die ganzen Pärchen aus seinem Blickfeld auszublenden, damit man nicht zum sehnsüchtigen Voyeur wird.

Warum ich ausgerechnet jetzt auf das Thema komme? Naja, ich habe erst kürzlich mein Einjähriges gefeiert, ich habe das schlimme, schlimme EINE JAHR erreicht, das eine Jahr ohne die quälende Frage: Oh mein Gott, könnte ich schwanger sein?, ein Jahr ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob man nicht vielleicht doch eine falsche Bemerkung gemacht hat, ob man nicht etwas auf’s Spiel setzt- ein Jahr voller feuchter Träume, wenn man es so haben will.

Wobei ich mittlerweile ja fast schon auf den Grund des Übels gekommen bin: Ich bin einfach nicht bereit. Weder für’s Iffen noch für die Kuschelrunden im 10 Minuten Intervall. Jetzt mal im Ernst, ich hab schon alles in meinem Leben gemacht außer Fallschirmspringen und Kinderkriegen, und langsam wird’s ein bisschen langweilig, das ständige Geschrei nach dem perfekten Typen oder dem besten Sex und den interessantesten Freunden. Geben wir’s zu- entweder ich finde mich ab damit, nichts und doch alles zu haben, oder ich mach jetzt was. Nur, wie gesagt: Ich will irgendwie auch gar nicht. Ich will nicht, weil ich es nicht schaffe, mich den Potenziellen, wie ich sie liebevoll nennen, zu öffnen. Ich kann es mir noch nicht mal vorstellen, irgendwas mit irgendwem aus irgendwelchen Gründen anzufangen, so fremd ist mir mittlerweile das Gefühl von Schmetterlingen im Bauch geworden (unabhängig von irgendwelchen Schmetterlingen die rumfliegen wenn ich kurz vor’m Alkoholabkacker stehe).

Wüah. Ich hoffe inständig, dass ich mich irgendwann so gehen lassen (vorzugsweise auf meiner Abschlussfahrt nach Lloret de Mar in einem Monat) kann dass ich einfach mit irgendwem rumpopp, einfach so um mir selbst zu beweisen dass es absolut nichts bringt wenn man nichts dabei empfindet. Weil, das hatte ich nämlich schon mal, und alles was ich danach wollte war ‘ne Dusche, eine heisse Tasse Kakao und meinen Ex-Freund (falls du das lesen solltest, das ist sehr sehr lange her und hat nichts mehr zu bedeuten).

Öh. Mein Punkt war jetzt aber, mir geht’s gut, nur dass ich gern mal ein lebendes Kissen für meine Bedürfnisse hätte. Ihr dürft mir jetzt alle mitleidige Schulterklopfer geben, und ja Sebastian, du darfst auch weiterhin kommentieren, dir nehm ich deine Authentizität ab.

Tags: ,

related

8 Comments

have your say

Add your comment below, or trackback from your own site. Subscribe to these comments.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>

:

:


« Yo, heute regen wir uns über die Internetgemeinde auf
» Ehrliche Kritik von Spasten
Close
E-mail It