Die Getränkereform
28/09/2006Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen zu sagen die Menschheit bräuchte Wasser, das wie Wasser aussieht aber wie irgendwas anderes schmeckt?
Nicht, das es mich stört, ich bin überzeugter Wassertrinker und begrüße jede Innovation die mir das Trinken erleichtert ; mein Leben lang war das so und es hat sich auch erst kürzlich etwas flexibilisiert, da die Erziehungsdrachen alles an künstlichen Getränken mit Religiösität boykottierten (ab und zu erlaubte uns der gnädige Vater ein Glas Fanta im Restaurant. Meine erste Cola trank ich mit 13, nachdem ich meine Jungfräulichkeit und diverse andere moralische Eigenschaften schon längst abgetreten hatte).
Somit – obwohl ich nichts trinken kann, was nicht mindestens die 4 auf der pH-Richterskala trägt- bin ich sehr glücklich mit der heutigen Entwicklung. Gestern hatte ich mir noch überlegt, wer sowas überhaupt braucht, aber heute bin ich der festen Meinung, das genau ich sowas brauche.
Denn: Ich trinke nur Wasser mit starker Kohlensäure, oder zum Ausgleich: Irgendetwas mit Geschmack. Doch Kohlensäure macht Blähungen, ohne Kohlensäure schmeckt’s nicht und ohne Geschmack ist es langweilig. Alles, was mit Geschmack ist, trägt zumeist auch viele Kalorien, verklebt den Hals und löscht nicht mal den Durst. Säfte sind zwar eine Alternative, aber schmecken nur frisch gepresst. Das ist auf Dauer leider zu teuer. Die einzige Ausnahme, die man machen könnte, wäre in Verbindung mit Alkohol, aber warum das sich als Wasserersatz nicht eignet, brauche ich hoffentlich nicht zu erläutern.
Ich finde, das sind sehr kräftige Argumente für meine Entscheidung, nur noch normales Wasser mit Geschmack zu trinken. Endlich gibt es mal etwas, das mir gefällt.. Also, ein Hoch auf die Zivilisation und die Kultur und das Evian für Hunde. Prost.
PS: Mein Internet geht immer noch nicht und deshalb muss ich vorgeschriebene Lückenfüller posten. Aber um mal kurzzeitig meine Situation upzudaten, wie der Anglo-Germane so gerne sagt, hier eine kurze Zusammenfassung: Ich bin immer noch ein bisschen angekränkelt, meine Englisch Klausur lief meiner Meinung nach bestens, ich habe nach viel Bangen und Hoffen mit Leichtigkeit meine Fahrprüfung bestanden und bin jetzt im Besitze eines Führerscheins. Jedoch sind meine Fahrkünste ziemlich beschränkt, im wahrsten Sinne des Wortes beschränkt, aber ich habe entdeckt dass ich mit Leidenschaft gerne singe beim Fahren und ziemlich gerne fahre, auch wenn ich nur den popeligen Opel Astra von meinem Bruder kriege, der eigenständig Gas gibt und beim Schalten ruckelt und wo die Lenkung irgendwie ausschlägt. Absaufen lassen ist sowas von Routine, das ist mir mit der Mercedes A-Klasse meiner Fahrschule (Dieselfahrzeug) eigentlich so gut wie nie passiert. Ganz zu schweigen vom Parken oder Rückwärtsfahren. Aber morgen fahren wir zur Übung ins Ghetto (Offenbach, das schreib ich nur für die Google Hits) um: Phil in die Schule zu fahren, Plasma spenden zu gehen (jetzt darf ich ja endlich, juhu Volljährigkeit), mein neues (kaputtes) Handy abzuholen und später noch mal nach FFM um zu feiern. Da ich noch auf Antibiotika bin (psscht, nicht den Plasmafatzken sagen), kann ich keinen Alkohol trinken und nach Hause fahren. Alle sind glücklich dass sie von dieser Last befreit sind. Aber ob ich es nach FFM (und zurück) auch schaffe, bleibt fraglich. Wenn ich bis nächste Woche nichts von mir hören lasse, lieg ich im Krankenhaus oder unter der Erde, auf einem syrischen Friedhof. Bestenfalls.
Ich kann’s eigentlich immer noch nicht glauben dass ich so viel geschafft habe, dass ich einwandfrei gefahren bin und dass irgendwie alles gerade gut ist, bis auf die Tatsache das ich fasten muss und eigentlich nur noch in mein Bett will und morgen früh auf stehe (um Phil in die Schule zu fahren) obwohl ich eigentlich frei habe.
Things can be good sometimes, too.
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