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Lokales

Stöggsche

10.26.07 | 6 Comments

Mach ich ja normalerweise nicht, diese Spielereien. Aber ich hab so viel zu tun und so wenig Zeit um qualitative Dinge zu bloggen, weshalb ich das einfach mal als Lückenfüller verwende. Außerdem will der Paul’s ja wissen.. :)

1.) Was bedeutet Dir dieses Blog?
DieseR Blog. Mein Blog ist ein “Er”. Ich hasse den neutralen Artikel für dieses Wort… egal. Mein Blog bedeutet mir nicht mehr oder weniger als das Tagebuch, dass ich bei mir habe, oder mein Moleskinetimer. Ich bin nicht davon abhängig, aber ich finde es gut, ihn zu haben. Zugegebenermaßen finde ich es absolut genial, eine eigene Top-Level Domain zu besitzen und Herr über mein (schrill-pinkes) Outfit zu sein, aber ansonsten würde ich nicht sterben, wenn es meinen Blog nicht gäbe… das meine ich nur.
2.) Welcher Kommentar hat Dir viel bedeutet oder gut gefallen? Poste ihn!
Am liebsten gehe ich meine Spam-Filter durch. Sehr kreative Kommentare sind da zu finden. Viagra umsonst. Viagra in grün. Viagra für Frauen. Und sogar PenisVERKLEINERUNGEN. Hallo?
3.) Ist das Schreiben in Deinem Blog Last, Lust, Bedürfnis oder was anderes?
Weder noch. Bloggen ist, wie ich schon oftmals erwähnt habe, einfach eine Art, mich selbst zu definieren, sozusagen mein persönliches Yoga. Ich finde mich selbst, indem ich schreibe. Klingt behindert, ist aber so. Das hängt damit zusammen, dass ich beim Schreiben intensiver nachdenke, weil ich meine Formulierungen auswählen will. Dabei fällt mir meistens auf, dass ich Dinge total falsch ausdrücke, muss darüber nachdenken, was ich eigentlich sagen möchte, das dann am besten noch so hinterfragen, dass es auch Sinn macht und schließlich haben wir das gedankliche Chaos. Meine Mutter war während der Schwangerschaft begeisterter Achterbahnfahrer. Ich hoffe, das erklärt alles.
4.) Ist Dein Blog “eins unter vielen” oder “ganz speziell”?
Hehe. Gute Frage. Ich glaube, mein Blog ist speziell auf eine wahllose Art und Weise, bzw. speziell für die Blogs, aber nicht für sein Genre. Das GENRE ist speziell, quasi. Und wenn ihr mich fragen wollt, was es für ein Genre ist, dann fragt lieber Patsy Jones, nach IHREM Genre richtet sich meiner aus. Also, nein, mich gab’s schon vorher, aber ich kann’s einfach nicht definieren und weil es jetzt schon mehr Asi-Weiber gibt (Asi-lustig, nicht asi-prollig), kann man es ja als Genre bezeichnen. Ich bin fein raus.
5.) Welche Ziele hat Dein Blog?
Er soll mich reich machen. Wenn das nicht funktioniert, dann reicht es mir absolut, einfach nur schreiben zu können. Ich musste feststellen, dass ein Blog auch gut dabei hilft, neue Kontakte zu knüpfen und seinen Horizont zu erweitern, was nicht zuletzt an den (ernstgemeint!) geistreichen Kommentaren einiger Leser liegt. Man kriegt einfach neue Perspektiven, weil man merkt, dass es Menschen gibt, die sich für genau die gleichen Themen interessieren und dementsprechend Senf abgeben, ob’s einem passt oder nicht. Daraufhin kann man dann überlegen, ob man nicht sein ganzes Leben gegen ‘ne Wand gelaufen ist. Ich hatte jedenfalls ein paar sehr interessante “Aha!” Momente während meiner Blogzeit, für die ich sehr dankbar bin.
6.) Welche Gegebenheiten könnten dazu führen, Dein Blog zu löschen?
Das Worst-Case-Scenario: Jemand aus meiner Familie (abgesehen von meinen Brüdern) findet meinen Blog. Da meine Familie streng religiös ist, wären die nicht so begeistert von einiger meiner Ergüsse. Es ist zwar größenteils alles Spaß, aber es gibt tatsächlich vieles, für dass sie mich lebendig begraben würden. Oder zumindest enterben. Und weil wir es nicht so weit kommen lassen wollen, bleibe ich (sehr relativ) anonym. Jedenfalls müsste ich alle Beweismittel löschen… ansonsten würde ich ihn auch löschen, wenn es mir auf die Nerven geht, zu bloggen. Ganz einfach. Ich bin da echt nicht gebunden, weder emotional noch sonst irgendwie. Schreiben kann ich auch mit Kajal auf Klopapier.
7.) Wie reagieren Leute aus Deinem “real life” auf deine Blogtexte?
DAS ist eine sehr interessante Frage. Ich hatte schon Leute, die fanden mich zum totlachen, aber meistens interessieren sich die ganzen Spasten gar nicht dafür, egal wie viel ich “werbe”. Meine Real Life Freunde lesen meinen Blog auch gar nicht regelmäßig, kommentieren nicht und reden nicht drüber. Es ist fast so, als wäre mein Blog eine Art Rolle, die ich spiele, die aber nicht an mein “echtes” Leben rankommt; auch wenn das so ausgedrückt falsch klingt, scheint es für die meisten doch so zu sein.
8.) Könntest Du “blogsüchtig” sein oder werden?
Ich wüsste gar nicht, wie man “blogsüchtig” wird. Ich kann nicht aufhören zu SCHREIBEN, aber wo, ist mir prinzipiell egal, und wer es liest sowieso. Ich blogge, weil es der einfachste Weg ist, zu schreiben, ohne dass man den Überblick verliert über das, was man schreibt (so einfach kann man nämlich Dinge nicht löschen, die andere Leute gelesen haben); abgesehen davon ist mein Blog auch eine Platform für andere, eine Historie, mein eigener kleiner Lebenslauf, den ich selbst verfasst habe, für mich, für andere, für jeden, den es interessiert, und es macht Spaß und Freude zu wissen, dass es andere interessiert.
9.) Zwei gute und zwei schlechte Seiten am Bloggen?
Schlecht ist auf jeden Fall, dass man sehr leicht einen falschen Eindruck auf Leute machen kann, die einen nicht kennen, es aber annehmen, weil sie meinen Blog intensiv studiert haben. Nicht alles, was ich schreibe, bezieht sich auf Fakten, nicht jeder Aspekt meiner Persönlichkeit ist im Blog widerspiegelt; deshalb ist es so schwer, wirklich definieren zu können, wer ich “bin” nur aufgrunddessen was ich schreibe, und es nervt widerrum, ständig zu hören, wie ich etwas besser machen kann, obwohl das Problem gar nicht existiert. Auch schlecht ist, dass ich mich selten, aber doch vorkommend, dazu gezwungen fühle, etwas zu schreiben, weil ich sonst meinem Blog gegenüber ein schlechtes Gewissen habe; dafür vernachlässige ich auch die Schule oder sonstiges. Nicht, weil ich nicht schreiben will, sondern einfach, weil manchmal die Zeit nicht passt.. ich es aber trotzdem tu. Das ist als ob jemand Sport macht, obwohl er eigentlich arbeiten sollte; man WILL Sport machen, und es ist ja auch nichts schlechtes, aber es gibt momentan wichtigeres.

Gut? Gut.. ja, alles andere ist gut! Wie gesagt, mein Blog ist mein Ventil, ein Forum für mich, ich kann mich austoben, ich lerne Leute kennen, die ich sonst nicht kennengelernt hätte und manchmal sind die Komplimente zu meinen Posts auch ganz cool, immerhin bin ich ja nicht mit ‘nem aufgebauschten Ego geboren worden, sodass es echt gut tut, hin und wieder zu hören, dass es jemand gut findet, was ich mache. Es ist befriedigend, sagen wir’s so.

10.) Verlinke mindestens drei andere Blogger, die Du als Stammleser bezeichnen würdest!

Nope, jeder darf sich bedienen! (Das ist ja hier wie mit den scheiss Bulletins bei MySchpase)…

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