Wo-hooo, EKEL ESSEN!
31/10/2007Wisst ihr, womit ich eindeutig das größte Problem habe? Mit Essen. Definitiv. Meine Beziehung zu Nahrungsmitteln ist unnormal, abartig, pervers, obszön, und hundert andere adjektive, die man normalerweise für irgendwelche Sexfetische anwendet.
Ich LIEBE Essen. Gutes Essen, versteht sich. Ich meine damit nicht Rinderbraten oder Gulasch, sondern exquisite Dinge, abartige Dinge, die man nur in schnieken Französischen oder schlechten Chinesischen Restaurants bekommt. Sowas wie Avocado-Milkshake. Oder Froschschenkelpüree. Hammerhart.
Aber, und hier ist schlägt nämlich die Bombe ein: Mir schmeckt so ‘ne Scheisse gar nicht. Nein, ich bin ein Mensch, ich stehe auf Hamburger und Sushi und Reisgerichte und Ben & Jerry’s und Toastbrot mit Käse und Cornflakes und sonst irgendwas. Den Rest, den tu ich mir nur wegen dem Kick an. Und manchmal, weil’s dann doch schmeckt.
Zum Beispiel sowas wie Garnelen. Schmecken wunderbar, sehen scheisse aus. Oder Kürbissuppe: Wenn sie nicht richtig gemacht wird, schmeckt sie scheisse, aber alleine, dass man aus Kürbis Suppe machen kann (HALLO?! KürbisSUPPE? Der ist für Halloween da, nicht, um gegessen zu werden!) finde ich so faszinierend, dass ich es essen muss. Selbst wenn dann ein akuter Fall von Bulemie eintritt. Mir egal. Ich liebe ekelhaftes Essen.
Ich meine, Käse zum Beispiel. Da ist Parmesan echt noch das höchste an Geschmäckern, der Rest ist einfach nur wüah alter… aber wenn ich mir vorstelle, wie der von innen von Bakterien zersetzt wird, Schimmel ansetzt und irgendwelche kleinen Maden da rumeiern, dann.. muss ich es einfach essen, egal, wie schrecklich. Es ist meine Art von Extremsport.
Wenn mir jemand Hundefleisch anbieten würde: Reingehauen! Ich würde danach stundenlang kotzen, weil die Vorstellung so widerlich ist, aber in dem Augenblick, wo ich das Zeug runterschlucke, werde ich eine Genugtuung verspüren, die nicht von dieser Welt ist.
Das ist das erste Mal, dass ich das irgendjemandem erzähle. Und dann auch noch so einer breiten Masse. Wobei ich ja auch so ein Asi-Kandidat bin, ich würde beim Essen am liebsten laut schmatzen und scheisse machen, aber das liegt eher an meiner rebellischen Ader und daran, dass ich es liebe, wenn andere Menschen angeekelt sind während ich mir einen ablachen und noch das letzte Stück vom Kuchen kriege… eeh… egal.
Wisst ihr, was wirklich problematisch ist? Wenn man sich im Restaurant etwas bestellt, von dem man GENAU weiß, dass es KÖSTLICH ist, wunderbar, ein einzigartiger Genuss- und dann sieht man die Beilagen und denkt sich, “okay, also, um den vollen Genuss zu erreichen, esse ich zuerst den Gemüsescheiss, damit ich das beste zum Schluss habe”, etceterapepe. Also man haut rein und frisst und frisst und am Ende hat man keinen Hunger mehr, könnte das Beste sozusagen auch wegschmeissen, wenn’s nach dem Hunger gehen soll, aber man isst es trotzdem, weil man es ja so liebt. Und dann? DANN SCHMECKT ES NICHT MEHR!! Horrorszenario. Andererseits, wenn man es DIREKT aufisst, hat man immer noch Hunger, ist aber vom restlichen Gedöhns vollkommen enttäuscht.
Perfekt sind deshalb Gerichte wie Carpaccio oder Guacamole. Wobei ja beides eigentlich Vorspeisen in Verbindung mit Brot sind, aber egal, ich bin gerade salatig ausgerichtet, und außerdem bin ich weder Gourmetkoch noch Timmmeey Mälzer- worum es mir geht, ist einfach, stellt euch vor: Man nimmt die besten Sachen, die geilsten Gerichte, und püriert sie alle zu EINEM einzigen Mischmasch.
Gut. Entweder also Nuklearkrieg oder Geschmacksexplosion. Egal wie, ich finde, es sollte ausprobiert werden (Das erinnert mich an eine Folge von Galileo, in der es dabei ging, warum Furze und Kot eigentlich stinkt… dabei hat man Magensäurezeug, Inhalte des Magens, die man über den Tag reinkriegt und so weiter in einen Topf geschmissen, püriert, “verdauen lassen” und mal an die Luft gestellt. Macht schon Sinn, dass Scheisse stinkt!). Wer meldet sich freiwillig zum Probessen? Ihr seid herzlich eingeladen.
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