Parallel zu dem Gespräch mit Basti und seinem aktuellen Eintrag über die Verhaltensänderung im Vollrausch, sollte ich vielleicht auch mal aus meinem Nähkästchen plaudern.
Ich bin kein Trinker. Weder für den Genuss noch für den Effekt. Ich hasse den Geschmack von Alkohol genauso wie den Geruch von Weed, zwei Dinge, die mich eigentlich jedes Mal davon abhalten, zu trinken oder zu rauchen. Ich meine, klar kann ich mal ‘nen süßen Äppler oder einen Cocktail vertragen, aber davon mach ich dann ganz bestimmt nicht abhängig, ob ich fahre oder nicht fahre. Saufgelage waren mit fünfzehn in, jetzt sind sie nur noch langweilige, zu Orgien mutierte Zusammentreffen post-pubertärer Schleimbeutel die mir an die Wäsche wollen.
Oder auch nicht.
Um nicht zu sagen, dass es keinen Spaß machen würde. Ich brauch es aber nicht. Ab und zu, von mir aus. Ständig wäre langweilig, und zu oft ist eine Sucht. Also warum überhaupt? Ja, im Club, klar, damit die Zeit schneller vergeht, damit man offener wird. Aber eigentlich wären von mir nur wenige Dinge zu behaupten, die im Alkoholeinfluss eintreten:
1. Bier
Wenn ich Bier trinke, werde ich zum Stonehead. Ich meine, selbst beim Kiffen ist es nicht so schlimm wie mit Bier. Ich werde faul. Ich werde müde. Träge. Ich rede fast schon rückwärts. Ich gehe jedem mit einem selbstgefälligen, stillen Grinsen auf die Nerven. Mir selbst sowieso. Nach einem Sixpack wird mir schlecht und ich geh schlafen. Das war’s. Tolle Karte.
2. Hochprozentiges
Shots und Long Drings machen mich zum aufgedrehten Frettchen. Jetzt mal im Ernst: Ich kriege Lust, abzuspacken, bin total wild und reisse einen Witz nach dem anderen. Nach 3 Drinks fängt das Lallen und Fallen an. Nix mit Balance! Ein klugscheisserisches Stottern und außerdem fange ich an, wie ein Chinese zu grinsen. Das sei mal nicht rassistisch gemeint, aber diese super kleinen Schlitzaugen in meinem Gesicht sind alles andere, als attraktiv. Nach 5-6 Drinks findet ihr mich über’m Klo, nicht kotzend, aber nahe dran.
3. Wein
Eigentlich sagt’s das Wort schon: Ich werde zum emotionalen Kackspecht. Ich erzähle jedem, der es hören will und zusätzlich noch allen, die es nicht hören wollen, wie sehr ich sie liebe, vermisse, hasse, und so weiter. Meine ganze Lebensgeschichte wird aufgetischt. Tränen rollen. Der Weltschmerz und Sexfrust der letzten dreihundert Jahre kommen ans Tageslicht. Ganz, ganz fürchterliches Szenario. Hat man micht mit Wein intus erlebt, muss man nicht mehr wissen, wie schrecklich das jüngste Gericht wird… man hat es ja schon vor sich sitzen.
4. Durchgemischt
Jo. Kotzen. Aber direkt. Speziell bei so Dingen wie: “Okay, zu Anfang ‘nen Sekt oder Schampuszeug. Danach noch ein, zwei Shots und dann hinterher direkt drei, vier Bier und zum “Ausklingen” ein paar Äppler und Long Drinks.” Jaha. Mein Todesurteil. Blackout, Kotzalarm, Notruf 110, Feuerwehr, Keller unterwasser. Sowas passiert dann. Ach ja, und eventuell kommt hinzu: Schwanger, ausgeraubt, enteignet und komplett verwahrlost. Ich bin schon an manchem Morgen mit Piercings aufgewacht. Oder mit irgendwelchen komischen Menschen, die sabbernd neben mir lagen. Schlimm. Ganz, ganz schlimm.
So.. jetzt wisst ihr also, wie ihr mich am besten rumkriegt. Aber ich denke, ich weiß mittlerweile, wo meine Grenzen liegen. Und wirklich verändern… ich glaube, ich werde maximal ein bisschen verkrampfter, wenn ich betrunken oder angesäuselt bin. Ich mein, so ganz platt werde ich gar nicht mehr. Dafür bin ich dann doch zu alt und erfahren. Wenn mir heute noch schlecht wird, dann nicht wegen der Menge, sondern wegen der Verträglichkeit oder Gewohnheit. Scheisse, ich hab schon mal wegen 2 Gläsern Sekt gekotzt weil’s einfach nicht mein Ding ist. Nein, ich werde zurückhaltender. Bei anderen Leuten lösen sich die Ketten, was teilweise wirklich vorteilhaft ist, bei anderen, so wie mir, … es ist paradox. Mir rennen laufend irgendwelche komischen Gedanken durch den Kopf, was ich jetzt tun und machen könnte mit der Rechtfertigung “Alkohol”, so wie andere es tun, aber gleichzeitig werden diese Gedanken jedes Mal von einem “OMG du bist betrunken TU ES NICHT” wieder dahin geschoben, wo sie hingehören. Das erspart einem peinliches Gesülze oder dumme Dinge, die man am nächsten Tag bereut.
Es beschert einem auch viel Kummer, weil man selbst unter Alkoholeinfluss nicht weiss, wie man sich äußern soll. Weil man manchmal einfach nur die Bestätigung dafür haben will, dass man so ist, wie man eben ist, und nicht etwas von sich selbst gesteuertem, falls das irgendwie Sinn macht jetzt.
Ist aber auch egal. Ich bin sowieso dafür, dass andere Drogen legalisiert werden sollte. Davon hat man mehr und kommt am Schluss billiger weg. Ein bisschen LSD vielleicht. Damit könnte man wenigstens noch sein Bewusstsein erweitern. Und auf Autofahren hat man dann ja eh keinen Bock mehr.
Tags: alkohol, betrunken, wahllos



Ich habe mir eigentlich nie Gedanken drum gemacht, welcher Alkohol wie auf mich wirkt. Also ich konnte da auch nie große Unterschiede festellen. Immer der gleiche Ablauf: Gute Laune, Redseligkeit, Tanzen, Ausflippen, kotzen, Absturz, schlafen, kotzen, schlafen, kotzen, kotzen.
Ich wurde wirklich noch nie melancholisch oder trübselig von Alkohol. Und am wichtigsten, noch nie aggressiv.
Ich vertrag nicht viel und mag den Geschmack von Alkohol inzwischen gar nicht mehr… Ab und an kann ich zwar was trinken, aber das muss dann so moderat süß sein und darf halt nicht nach Alkohol schmecken, sondern eher fruchtig. Bin ne Alkohol-Pussy^^
Ich hasse Alkohol. ^^ Werde davon zwar sehr stark zum netten Menschen, der alle achtet und respektiert und über alles auf der Welt lieb hat, aber danach nicht mehr klarzukommen geht mir auf die Nerven.
Ich werde jetzt wahrscheinlich endgültig der Panzerbenzinsucht bezichtigt oder mindestens zur Schnapsdrossel ersten Ranges gemacht. Aber was soll´s
Ich denke ob einem Alkohol “schmeckt” oder nicht, hängt unmittelbar mit der Entwicklung der Geschmacksnerven zusammen. Ich habe mir einmal im Leben geschworen NIE MEHR WIEDER auch nur einen Tropfen Wein zu trinken. Von wegen. Ich liebe heute guten Wein. Zum richtigen Anlass oder einfach zum gemütlichen Entspannen. Klar kann ich mich damit auch ins Nirvana saufen. Aber das wäre ja schade um den guten Tropfen. Von daher. Wein zum richtigen Zeitpunkt, absolutes JA. Der Weltschmerz kommt beim Wein von allein dazu und steigert sich bis in die Selbstauflösung. Vornehmlich bei Blues & Wagner
Bier: Huh, Bier. Normales Bier verursacht in erster Linie eines bei mir. Ich kann mir ´ne Dauerkarte fürs Klo lösen und könnte ohne Luft zu holen reden. Keine Ahnung warum. Muss an der Kohlensäure liegen LOL Und sonst liebe ich Guinness und Kilkenny. Wobei ich dem herben Guinness eindeutig den Vorzug gebe und davon auch SEEEEHR MÜDE werden kann. Da kann es dann schon passieren, dass ich mal mit dem Glas in der Hand einschlafe LOL Das Problem bei Guinness ist einfach, dass es (für mich) mit jedem Pint besser wird
Shots und Londrinks na ja. Kommt auf den Shot an. Mit Longdrinks kannste mich jagen. Ersten hasse ich süsses Zeugs und zweitens wird mir schlecht drauf weil ich den Alkohol nicht spüre drin. Fatales Gesöff. Erst lustig machen und dann hinterrücks töten. Fies. Ebenso jagen kannste mich mich allen Arten von Likören die einem die Speiseröhren verkleben und dick und fett machen
Ein guter Single Malt oder edler Cogncac dagegen ist nicht zu verachten. Ebenso wenig mein geliebter Barrilito und ein spezieller Tequila sind nicht wirklich sicher vor mir. Aber das war´s auch schon. Ab und an ein schöner Grappa oder ein klarer Brand ist auch nicht falsch. Alle aufgezählten Getränke machen mich irgendwie völlig relaxed und “handzahm”
Grundsätzlich meine ich jedoch, dass jede Form vom Alkoholgenuss in erster Linie dem “Genuss” dienen sollte und nicht dem Absturz. Wobei natürlich auch dieser manchmal wahrlich genüsslich sein kann
Ein guter Drink zur rechten Zeit hat noch niemanden ins Grab gebracht oder ihn zum Alkoholiker gemacht. Dass man natürlich auch alles “übertreiben” kann ist selbstredend. Und deswegen: Mache ich mir jetzt einen Campari. Denn ohne DEN kann ich einfach nicht. Ausserdem macht mich der immer so “flupsig” 
Bier, Bier und nochmals Bier.
Was den ganzen Rest angeht: Vielleicht hin und wieder ein Cocktail oder ein Shooter, das wars dann aber auch schon…
Und ja, ich kann mich inzwischen unter Alkoholeinfluss auch ziemlich zurücknehmen - die Leute müssen ja nicht wirklich wissen, was ich von ihnen halte. Ein paar Freunde möchte man ja dann doch behalten…
ok, dann bin ich jetzt praktisch der erste “Alki” unter den Kommentarschreibern:
Bier:
Bier zählz in Bayern ja nicht wirklich als Alkohol. Also kann man Bier immer trinken. Vor allem im Sommer, wenn man kurz bei nem Kumpel vorbeischaut. 1-2 Bier - kein Stress. Einfach so. Am Wochenende jedoch halte ich mich dann eher an
Wodka:
Wodka aber nicht in reiner Form, sondern in Verbindung mit Red Bull oder Orangensaft. Ab und zu kommt dazu noch der ein oder andere Solero (schmeckt wie das Eis).
Ich trinke eigentlich schon 1mal pro Woche (meistens Freitags) ziemlich viel, werde aber nie aggressiv, sondern wenn dann lediglich müde. Mit meinen 20 jahren habe ich aber meine Grenzen schon lange ausgelotet und weiß, wann es an der Zeit is, sich n Wasser zu bestellen.
“Mit meinen 20 jahren habe ich aber meine Grenzen schon lange ausgelotet und weiß, wann es an der Zeit is, sich n Wasser zu bestellen.”
Nämlich dann, wenn man die Kotze aufwischen muss
danke für die anleitung, ich geh dann schon mal einkaufen… ;-P
ich für meinen teil mag pastis und absinth. bei zweiterem brauchst du dann auch kein LSD mehr. was übrigens mit autofahren gar nicht mal soooo gut kommt. auch nicht pilze und auto. oder skunk und auto… eigentlich kein rauschmittel passt zu auto. ausser man will in der karre pennen.
aber eben, ich lad dich sonst gerne mal zu ner absinth-session ein wenn du in der gegend bist.