Hach ja, frohes Neues yadda yadda mahallafalla. Es ist nun 3:31 des 1. Januars zweitausendundACHT, ich bin definitiv super-nüchtern und wahrscheinlich der einzige Mensch auf der Welt, der jetzt ans Bloggen denkt. Doch bevor ich mich selbst in Wehmut und Selbstmitleid ertränke sehe ich die Sache so positiv wie es nur möglich ist, denn mein Abend war gut.
Nicht total fett super geil. Aber immerhin gut.
Normalerweise würde ich jetzt daran denken, wie die anderen feiern, abgehen und sich zwangsweise fortpflanzen, aber ich bin froh, hier zu sein, zu Hause, wo es warm ist, und keine Dummheiten zu machen. Party gibt’s jeden Tag, wenn ich will, und Silvester ist für mich irgendwie wie der 1. Mai und Fasching und so, wo sich jeder quasi grundlos die Kante gibt, obwohl nichts, absolut gar nichts sich wirklich ändert. Jedenfalls nicht heute.
Trotzdem schade, dass mein Abend früh endete. War aber eigentlich darauf eingestellt. Wir sind zu viert nach Frankfurt gefahren, haben uns den 3. Weltkrieg an der Alten Oper reingezogen (gib einem betrunkenen Menschen einen Feuerwerkskörper. Chaos ensues), durften dann in eiserner Kälte durch Frankfurt durchlatschen zu einer Location, von der ich noch nie gehört habe- als mir und einer Freundin einfiel, shit, es ist ja schon halb 1, die S-Bahnen zum Robert Johnson fahren in einer halben Stunde gar nicht mehr (sie fuhren doch), also sind wir wieder zurück, haben uns eine Stunde lang abgequält bis wir die ganzen Züge bekommen haben und fanden uns bei meinem Auto in Offenbach wieder. Dort erwartete uns aber eine semi-Naturkatastrophe. Ich habe in meinem LEBEN nicht so einen krassen Nebel gesehen. Nie. Tatsache. Ich musste mit 20 km/h durch die Stadt schleichen bis zum Club. Effektiv eine halbe Stunde, normalerweise nicht mal 3 Minuten. Das war so krass. Und naja, Panik kam ein bisschen auf. Eh, hallo, wir müssen so gegen 4 zu Hause sein, what the fuck, wie komm ich bei dem Nebel über die Autobahn?!
Erstmal egal. Dann durften wir noch ca. eine Dreiviertelstunde vor dem Club auf Einlass warten. Wir wären auch fast nicht reingekommen, nur Gästeliste und - tadaa, lang Lebe der Tittenbonus! - Frauen. Wir waren dann auch so ziemlich die Letzten. Der Club war noch relativ ungefüllt, lag wohl eben an der Gästelisten und Greencard Scheisse. Wird langsam Zeit, dass ich mal den Besitzer vom Robert’s kennenlerne, so lange schon da und immer noch keine Mitgliedschaft. Tsk. Und wegen dem Pipapo musste ich auch noch 15 krasse Öcken hinlegen (und zwar die aus meinem MacBook Savings Fund. Da waren schon 10 Euro drin! Ich hatte nur noch 1490 Euro aufzuholen! Und jetzt bin ich wieder bei 1500…). Auch egal. Erstmal abfeiern. Naja. Nach einer halben Stunde ungefähr, in der mir langsam bewusst wurde, was das eigentlich für ein Kackwetter ist, rief auch mein Vater an (”Bäääh, komm nach Hause SOFORT!!”), und meine Freundin hatte mit ihren Eltern auch Pech. Also hieß es: Sachen packen, heimgehen.
Ich sag: Egal. Schade um’s Geld, aber ins Robert’s kann ich immer noch. Jetzt bin ich hier und irgendwie froh, es durch den Nebel geschafft zu haben (50 km/h auf der Autobahn haben Stil, jetzt mal im Ernst). Ich bereue es ein wenig, nicht sowieso zu Hause geblieben zu sein, einfach nur zu chillen und so, aber das hol ich jetzt dafür nach. Ich guck Death Proof. Irgendwie passend.
Tags: frankfurt, offenbach, party, robert johnson
Dir auch ein frohes neues Jahr !
)
(Quak…
Kein Scheiss? Silvester und Dein Vater ruft an, Du sollst nach Hause kommen? So ein Scheiss. Und wer ist Sille?
Ja ja.. das lag halt am Nebel, er hat sich “Sorgen” gemacht (er ist paranoid), wusste nicht, wo ich bin.. und war nach 4 Mal unbeantworteten Anrufen einfach ein bisschen pissig.. naja.
Sille = Silvester
Verstehe… clever.