Irgendwie ist es schwer, jetzt über Liebe zu reden- jetzt, wo alles vorbei ist, meine ich, wo irgendwie alles wieder Perspektive annimmt und nicht mehr so krass nah ist und man alles mit Distanz betrachtet. Wo vorher alles gebrannt hat, leidenschaftlich und zerstörend, da ist nur noch die kalte Glut. Ich sitze also an einem Tisch mit einem haufen Asche, und ich bring’s nicht über’s Herz, den Scheiss endlich los zu werden.
Also, so ganz konkret: ich hab’s überlebt, diese schwerze Zeit des “loslassens” und “weiterlebens”, und wenn ich ehrlich bin ist es um einiges besser, dass diese Liebe nie atmen durfte. Ich hätte bestimmt einige sexfrustrierte Abende weniger erleiden müssen und dabei meinen emotionalen Höhepunkt erreicht, aber auf Dauer wäre es einfach nicht gut gegangen, alle Beteiligten waren sich darüber im Klaren. Es war ein untragbares Risiko, es weiterlaufen zu lassen, zu viel Gedöhns und Gerede und Komplikation und oh, die Konsequenzen erst, und wir hätten es mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit überlebt, weshalb wir ja auch auseinander gehen mussten. Eigentlich ein guter Deal. Ein Versuch war’s wert.
Ich- ich wäre dieses Risiko eingegangen. Ich bin der Mensch, der sich in die krasseste Achterbahn setzt, vor Angst in Ohnmacht fällt und dabei den besten Teil verpasst und am Ende im Krankenhaus landet weil die psychische wie die physische Belastung einfach zu viel war. Und ich bin der Mensch, der ohne funktionierendem Fallschirm aus dem Flugzeug springt, einfach nur um auszuprobieren, ob es nicht doch geht. Ein klägliches Versagen, aber scheisse noch mal, das bin ich einfach. Das es andersherum nicht auch so war ist ein Geschenk des Himmels gewesen, ein Plasma Flatscreen für 4000 Öcken. Vor ein paar Monaten hätte ich es eher als ein Paket voller fauler Eier und Maden und abgeschnittener Vorhaut gehalten. So kann sich das alles also ändern.
Deshalb stand ich ja auch im Regen, tagelang, und wartete darauf, dass er endlich vergeht, dass diese schwarze Wolkendecke sich aufreisst und mir die Sonne entgegen lacht, und mir den Regen und die Tränen auf der Wange trocknet und mir endlich wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und weil ich keinen Bock mehr hatte zu warten - die Sonne lässt sich Zeit - hab ich mich so lange einfach unter ein Dach gestellt. Wenigstens bin ich halbwegs trocken. Und genau da stehe ich immer noch… die Sonne kann mich mal am Arsch lecken. Was viel wichtiger ist: Ich hab mir die Sonne gewünscht, aber gehofft habe ich auf etwas anderes. Gehofft habe ich auf Person Perfekt, die in ihrem schönen BMW vorfährt, die Tür aufmacht und mich mit einem reuendem Gesicht anguckt, wie um zu sagen: “Es tut mir leid… ich hätte dich nicht so stehen lassen sollen. Komm, wir fahren weg, ganz weit weg, in unsere eigene, geheime Welt.. nur du und ich”.
Ich meine, das ist es doch, worauf man wartet, wenn man unter diesem Dach steht, oder? Wenn man sein ganzes Leben lang nur Regen sieht, fängt man einfach an zu vergessen, dass es eine Sonne überhaupt gibt, da irgendwo, und wenn, dann setzt sie eh alles in Flammen- also muss man sich selbst helfen. Und entweder, es kommt jemand vorbei, der genauso im schlechten Wetter gefangen ist wie man selbst und man kann sich vergnügen, oder man wartet auf den misteriösen BMW, dessen Scheinwerfer man sowieso niemals in der Dunkelheit sehen wird. Trotzdem starrt man genau da hin.
Das ist es nämlich. Ich weiß jetzt, dass ich nicht mehr auf den BMW warten muss, versteht ihr? Er wird nicht kommen. Aber trotzdem wurmt es mich. Es wurmt mich, nicht zu wissen, wo der BMW hinfährt, jetzt, wo alles vorbei ist. Es wurmt mich, dass der BMW nicht genau so stehen gelassen wurde, dass diese Person, die im Auto sitzt, niemals sitzen gelassen werden kann- weil sie eben ein Auto hat. Keine Gefühle. Ein kaltes Herz. Oder einfach nur nicht den richtigen Sitz für meinen Arsch, wer weiß.
Und jetzt ist eben alles vorbei, und ich sitze unter diesem Regendach, das zu einer Bushaltestelle gehört, und es kommt tatsächlich jemand vorbei, und wir steigen in einen Bus ein. Super Konversation, ein bisschen Chemie, aber es wird nie dasselbe sein wie mit dieser Luxuskarre, die mich ans Ende der Welt hätte fahren dürfen, die ich in der Arktis noch mit eigenen Händen repariert hätte. Stattdessen eben der Bus, und eines Tages wird der BMW neben unserer Spur halten, an irgendeiner Ampel, und ich werde wieder lächzend und sehnsüchtig rausgucken… einfach nur, um zu sehen, wer jetzt auf dem Beifahrersitz ist. Und egal wer neben mir im Bus sitzt, für einen kurzen Augenblick wird klar sein, dass mein Herz eigentlich immer jemand anderem gehört hat, dass es schwer sein wird, es zu zwingen, den Besitzer zu wechseln. Da ist es echt unflexibel, dieses Herz.
Zugegeben, dieser Trip, diese Vorstellung– alles ziemlich brutal. Ich gehe tatsächlich durch mein Leben, ohne mich von irgendwelchen Erinnerungen aufhalten zu lassen. Darauf bin ich immerhin stolz, das hätte unter anderen Umständen noch viel länger gedauert. Aber es scheint, als würde ich rückwärts laufen- immer mit einem Blick auf Person Perfekt gerichtet, immer noch darauf hoffend, dass sie mich rennend einholt, mich an sich drückt, leidenschaftlich küsst und mich um Verzeihung bittet.
Irgendwann wird es Zeit, die Asche vom Tisch zu pusten und zu sagen: Genug. Jetzt ist Zeit für ein neues Haus, und wenn das dann auch in Brand steht, wenn auch der Bus eine Panne hat, wenn ich nicht mal mehr rückwärts laufe, sondern stehen bleibe, dann ist es eben so, aber dann habe ich wenigstens nicht den Rest meiner Tage mit DIR im Kopf verbracht.
(Und wenn du heute vor mir stehen würdest, mir deine Liebe beichten solltest, dann würde ich dich lieben, für einen Moment, dich umarmen, küssen, und meine Tränen würden von der Qual erzählen, die du mir angetan hast, und ich würde dich erdrücken in der Ahnung, dass ich dir nie verzeihen könnte, dafür, dass du dich erst so spät entschieden hast, du könntest mir in meine leeren Augen blicken während ich meine Hände um deinen Hals schließe, und du würdest sehen dass meine Liebe so stark wäre, dass ich dich umbringen müsste.)
Danke, dass du mich nicht liebst.
Tags: Gedanken, leben, liebe, zeit



uff, na da hast ja wieder was zurecht geschrieben. unglaublich. wunderbar formuliert und scheiße verdammt, dass kommt mir ja sowas von bekannt vor. der letzte sommer, der letzte herbst. dann endlich bin ich mit unterschiedlichen buslinien gefahren und hab mal bei dem einen oder anderen haus rast gemacht.
2:06 uhr und ich bin grade irgendwie geflashed. zeit zum schlafen und morgen geht die busreise weiter. der bmw hat bei mir längst keinen tüv mehr.
Das hast du jetzt aber für mich geschrieben, oder? Gefällt mir unheimlich gut. Und nichts bedauern, das sind genau die Dinge, die uns weiterbringen.
[…] [Ganzen Text gibts hier…] […]
danke. jetzt weiß ich endlich das es leute gibt, die so fühlen wie ich.
“Und einmal im Ferienlager…” - furchtbar einfälltig.
Ist es nicht Hauptsache, dass der BMW eine angenehme Fahrt hat? Ich mein, sowas wie “Liebe” tut doch nicht weh, oder?
Wenn es weh tut dann ist es keine Liebe mehr (wichtiger Satz).
Also dann denkt man vielleicht zu sehr an sich selber. Ich bin happy, wenn mein BMW heil an sein Ziel kommt. Klar, es wäre noch mehr Spass, wenn ich mitfahren könnte, hey so ein Z8 kann alles!, aber es soll nicht alles im Leben, dass btw. noch länger ist als eine Busfahrt. Manchmal muss man eben bestimme Erfahrungen machen, klingt hart. is aba so.
Oh, Ekeldude! Du hast SO recht, ich weiß, ja, du hast absolut recht. Wenn ich jemanden liebe ist es total egal wo ich da stehe- so lange die Person glücklich ist. So sehe ich das auch.
Aber die Liebe, die ich beschrieben habe.. die war nicht so. Das war eine LIebe die sich aus Abhängigkeit und Illusion ernährt hat und vollständig aus mir bestand und ihr, der anderen Person, bestand. Das war ein Zwischenspiel, eine Gefühlskatastrophe, keine Liebe wie ich meine Mutter liebe, oder meinen Bruder, oder meinen besten Freund. Das war etwas, die mir erlaubt hätte, umzubringen, verstehst du? Eine Liebe eben, die weh tut, aber ich wollte es auch,.. ich wollte auch, dass es weh tut, egal wie seltsam das klingt. Nicht bewusst, zugegeben, aber immerhin genug um es am Ende noch zu kriegen.
@ekeldude
wenn es weh tut, ist es keine liebe mehr? dieser satz ist wichtig und sehr erschütternd, weil er so ziemlich alles in sich vereint, was ein leben ohne liebe beschreibt. und das sollte weh tun, nicht wahr? kann mich diesem satz nicht mal ansatzweise anschließen. aber jedem sein bier und sein nüsse.
@sara
” Ich gehe tatsächlich durch mein Leben, ohne mich von irgendwelchen Erinnerungen aufhalten zu lassen. Darauf bin ich immerhin stolz…”
okay? erklär mir das mal bei gelegenheit. davon mal abgesehen, dass dein text wirklich unhemlich schön und verständlich war, und auch irrsinnig traurig, verstehe ich die aussage oben nicht ganz. man braucht doch erinnerungen, um nicht zu vergessen, wer oder was man ist. wenn dem nciht so wäre, dann könnte man ja nur auf einen gegenwärtigen zustand blicken, der für dich ja so schon desillusionierend ist. zumindest schließt dein text darauf.
Es wird beinah philosophisch hier…
Um zu belegen, dass die sichere Fahrt des BMWs die wichtigste Sache ist, wird das alte BMW Motto “Freude am Fahren” aus dem Hut gezaubert, um eine selbstlose Liebe zu idealisieren. Spitzen Argument, es heisst ja schliesslich auch nicht “Freude am Beifahren”…
Aber das ist mal ganz vorsichtig formuliert, einfach Unsinn.
Ein Unfall mit einem Sportwagen bedeutet auch fuer den Beifahrer ein hoeheres Verletzungsrisiko als er es als Passagier in einem Liniebus haette.. Zu einer von Leidenschaft getragene Liebe gehoert aber genau auch Risiko. Die Bereitschaft auch Schmerz zu ertragen, sich oeffnen impliziert auch verletzbar zu werden… Und man traegt es gerne.. Es ist der Preis, den der Geschwindigkeitsrausch verlangt.. Aber mal ehrlich wer ist nicht gern bereit den zu bezahlen…?
Liebe ist nunmal keine einseitige Selbstaufgabe und lebt daher nicht nur von einer Person allein. Liebe bedeutet Ergaenzung, Hingabe und Vertrauen. Bonnie und Clyde, Mickey und Mallory, …, … Man fragt wenn man liebt nicht warum der Partner schiesst, sondern feuert erstmal in die gleiche Richtung und fragt wenn ueberhaupt danach weshalb ueberhaupt geschossen wurde… Auch wenn die wenigsten Menschen je in ein Feuergefecht verwickelt werden duerften, ist das der tragende Gedanke…
Ueber die Konsequenzen des Ausgangstextes, sollte man aber nochmal nachdenken. Die mitschwingenden Resignation auf Grund derer dann auf den Bus umgestiegen wird, waehrend man schwermuetig einem BMW nachgetrauert, gefaellt mir einfach nicht. Der Grundgedanke ist zwar aus der Situation verstaendlich, aber trotzdem falsch..
Entweder man wird mit seinem BMW alt, weil es ein Liebhaberstueck ist, bei dem man selbst fuer jede Beule verantwortlich ist und man faehrt bis es voellig zerstoert ist, oder man steigt irgendwann in einen schnelleren Nachfolger um… Oeffentliche Verkehrsmittel sind fuer jeden der den Rausch der Geschwindigkeit kennt keine Alternative…
Haette nie gedacht, dass ich mal anfange Blogbeitraege zu kommentieren… *Kopfschuettel*
BastiH: Damit meinte ich nur, dass ich mich zwar erinnere, diese Erinnerungen aber keine Steine in meinem Weg mehr sein sollen… sie sind zwar da, aber eher als ständiger Begleiter als Ketten an meinem Fuß. Ich denke doch dass der größte Fehler, den man schließlich machen kann, ist, dass man sich seine Erinnerungen zur Qual macht. Stattdessen soll man sich zwar erinnern, aber die Vergangenheit nicht ständig in der Gegenwart abspielen. So hält man sich zumindest physisch doch sehr auf- emotional gesehen gibt es immer mal wieer Phasen, wo man auch die Vergangenheit hervorholen muss. Aber ich will das nicht mehr IMMER haben.
Herr Doktor Cron: Meine Alternative auf den Bus umzusteigen gefällt mir auch nicht. Wie gesagt, eigentlich warte ich ja nur darauf, dass die verdammte Sonne endlich kommt und ich nach Hause laufen kann, weil ich den Regen nicht mehr ertrage. Der BMW sollte die Sache ja mit viel Spaß und Leidenschaft und Risiko nur beschleunigen.
Ich würde gerne in ein anderes Auto einsteigen, dass schneller und schöner ist… aber ich sehe sie nicht kommen, diese Autos, und wenn ich sie sehe, halten sie gar nicht erst an. Sie rasen alle dem BMW hinterher.
*g*….
wenn erinnerung nunmal qual ist, dann kann man auch nichts daran ändern. ein schwarzer bmw, denn man weiß lackiert, ist immer noch schwarz.
und ob steine aus der vergangenheit VOR einem liegen, über die man immer wieder stolpert oder sie an ketten trägt, die HINTEN zerren ergibt dasselbe: man kommt schwer vorran. aber das wolltest du ja damit sagen, nicht wahr?
@chaosplanet:
wieso soll ein leben voller schmerz bidde ein leben voller liebe sein? hä? alter, du kannst mit v e r t r a u e n: ich hab so DERMAßEN viel liebe in meinem leben, auch wenn es täler gibt. tiefe sogar. aber k, so lernt man auch das zu schätzen was man hat.
weisst du, es muss nicht immer alles schwarz weiß sein. gut böse, gott teufel, liebe hass/schmerz.
freie liebe exestiert einfach.
is so da, ohne viel tada und ohne viele gegenteile. dafür gibt es dann andere wörter!
aber wenn du bei leid bleiben möchtest bitte, ich halt dich nicht auf.
@larifari:
“Das war eine LIebe die sich aus Abhängigkeit und Illusion ernährt hat und vollständig aus mir bestand und ihr, der anderen Person, bestand.”
nur ma so ne theorie: wenn man glaubt zu lieben, es aber einseitig ist, dass bei gedanken an die zweisamkeit nur das defizit von gewichtung ist. dann glaube ich dass der, den man zu lieben glaubt nur ein konstrukt von wünschen und sehnsüchten ist. quasi eine quintessenz dessen was man braucht, oder zu brauchen meint. denn ich bin mir da ganz sicher: wenn man schmerzen hat, kann das nicht mit dem wort beschrieben, dass ofmals für jeden scheiß dahergenommen wird. weil, “zu viel lieben” geht nicht. entweder oder.
außerdem sind es nicht die drei worte, die etwas beschreiben können, sondern die bereitschaft zu geben, statt zu nehmen, teil zu haben und selber zu teilen. sich gebraucht und daheim zu fühlen, zu wissen, dass es schlimm wäre wenn der laster einen wirklich erwischt.
aber auch viel animalisches. was nicht heisst das es schlimm ist. was ist schon “schlimm”, nicht wahr?!
danke für die aufmerksamkeit. wer jetzt noch lust hat, kommt mit rüber in den zweiten floor, wo nicht soviel gesabbelt wird. denn bei youtube schmeisst justice ne fette party
harrrrrrrr
http://de.youtube.com/watch?v=-JQnn1a3CXE
http://de.youtube.com/watch?v=fo_QVq2lGMs
Den Schwenk der ganzen Auto-Analogie zum Linienbus finde ich noch am geilsten. Ist das dann der Bangbus?
Ekeldude: Warum das alles so politisieren? Was für den einen Liebe ist, ist für den anderen vielleicht keinen? Kann, oder soll man das denn verallgemeinern? Für micht ist Liebe durchaus mehr als eine Geben-Und-Nehmen Beziehung; für mich ist Liebe eine Verausgabung aller Sinne und Emotionen, selbst wenn man sich dafür ein Konstrukt erschafft oder eine Obsession, die überhaupt nicht auf den jeweiligen Menschen zutrifft. Will ja auch keiner hier behaupten.
Was ich empfinde, kategorisiere ich als Liebe, das mag für dich anders sein. Für mich ist es das, was ich in kitschigen Liebesfilmen sehe oder in desillusionierten Blogbeiträgen lese, ein klares Bild in meinem Kopf und vor allem in meinem Bauch. Dass ich mich dabei fast selber umbringe, weil diese Liebe nicht erwidert wird, das tut weh- und rechtfertig nicht deinen Anspruch auf “Korrektheit” was diese Bezeichnung angeht. Worte sind Worte, Liebe ist nur eines davon, aber für mich soll es nur ein Gefühl widerspiegeln… einfach nur um klar zu machen, was ich meine, was ich dieser Person gegenüber empfunden habe… oder immer noch empfinde.
Also, was soll ich deiner Meinung nach machen? Meine Definition von Liebe überarbeiten und darauf hoffen, dass sich meine Gefühle entsprechend ändern? Ich wüsste nicht mal, wie das funktionieren soll.
BastiH: Genau das habe ich gemeint. Ich gehe an meiner Vergangenheit reflektierend vorbei, zumindest versuche ich das. Manchmal bleibe ich stehen und betrachte etwas, um es zu verstehen. Früher habe ich versucht, meine Vergangenheit aufzuwecken… und bin natürlich daran gescheitert. Zumindest bei dem Teil, in dem andere mitspielen sollten. Tjah.
@ekeldude
ich bin ja kein lethargischer mensch und ich glaube unsere ansichten von liebe sind nicht so ungleich wie du denkst. ich glaube, dass wir beide einfach auf was ganz anderes hinaus wollen. ich bin der meinung, dass liebe auch schmerz impliziert und das außerdem, es eben dieser schmerz ist, der EINE möglichkeit ist, liebe zu spüren, ihre anwesenheit zu reflektieren. und in zeiten, wo es weh tut, denn du sagst ja selber, dass du erfahrung mit liebe hast, wirst du sicher nachvollziehen, dass es weh getan hat, wenn die liebe dir entgleitet, obwohl du sie unbedingt weiterhin willst um glücklich zu sein. DIESES gefühl meinte ich. ich verallgemeinere eine präsenz, die die liebe hat, nicht so pauschal. und by the way…. leiden ist hoffnung auf besserung… in manchen fällen. was ist daran so bemitleidenswert?
@sara
ich verstehe vieles meiner vergangenheit auch nicht. weiß was du meinst.
ach ja, ekeldude.
liebe ist ein konstrukt aus sehnsüchten und wünschen, dass fleisch wird, wenn resonanz kommt. ich bin also der part in deiner aussage, den du nicht nachvollziehen möchtest. also ist es quatsch, dass wir beide über liebe sprechen ;).
fuck. ich will auch geknuddelt werden..
Der mit der Liebe verbundene Schmerz ist ein wahnsinniges Gefühl. Ich mag es dabei zu spüren, dass man noch lebt - sei es in kurz aufblitzenden Momenten der Sehnsucht oder in langen Wochen voller emotionaler Selbstzerstörungsfantasien. Leider kommt es immer weniger vor, was aber vermutlich widerum gut ist, sonst würde ich mir irgendwann unterstellen diese Zustände bewusst herbeizuführen.
Sobald ich meinen BMW hab’, fahr’ ich ‘ne Runde und schau’, wo’s noch regnet. Ich verspreche nicht, dass ich ankomme.
Mit 14 sagten wir: “Mit 18 sind wird tot - da haben wir unseren Führerschein.” Scheiße, wir leben immer noch.
*wow* - nicht schlecht. Also mehr als das. Schön
@ audatorium:
“Was für den einen Liebe ist, ist für den anderen vielleicht keinen?”
je suis dacor!
aber vielleicht, ganz vielleicht ist l. ein zustand, den man entweder erlernen muss, oder ihn mit viel glück von angeburt an in sich trägt. ich sage vielleicht, denn dies thema ist bekanntermaßen komplexer als ein Rubik´s Cube… also sollte man sich eventuell von etablierten gedankengängen lösen, da die ja auch nix erklären.
ich will ja kein langweiler sein, aber bei l. wird oft unterschätzt was wir spätestens seid freud wissen: das unterbewusste und so was wie, ich nenne es “naturcode”, also handlungsanweisung die wir erstmal nicht beeinflussen. profanes beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Nonverbale_Kommunikation
jaja, jetzt hacken alle wieder auf mir rum, aber das was der allgemeine sprachgebrauch unter l. versteht ist vielleicht nur die oberfläche an der gekratzt wird
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/serien/21068/ (der link ist so in ordnung)…
sicherlich wird uns die wissenschaft nicht alles erklären, denn vieles an l. ist meiner bescheidenen meinung nach irgendwie mystisch spirituell.
harrrr
“deinen Anspruch auf “Korrektheit””
ich bin ich und du bist du. das ist UNSER anspruch, gell?!
“Also, was soll ich deiner Meinung nach machen?”
du kannst, glaub ich, bitterst viel mit dir machen. mehr als http://www.septemberrave.com/381 haha. (ja, ich find mich wirklich witzig…)
nee, mal im ernst: du ich hab keinen plan. ich bin nicht du. also mir hilft dann immer eine warme tasse milch mit honig. (haha)[haha^2 weil ich gar keine milch trinke]
nee, ich hab gemerkt, dass ich ein magentyp bin. also stress oder probleme hab ich im bauch, nicht im urin. ich versuche nun (z.b. bei “l.”) verschiedenste theorien zu verfolgen (das mach ich mit dem kopf), warum es mir nicht so gut geht und ob ich wirklich etwas l. verspüre (nach m e i n e r def.). je nachdem was mein gefühl (aha!: emotionen & rationalität! klasse.) mir sagt, also ob sich der magen entspannt, weiss ich ob ich auf dem richtigen weg bin. (warum erzähl ich das alles hier? wär fast einen eigenen eintrag wert.) so. und ich hab gemerkt, dass i c h bei l. keine schmerzen habe und es auch eigentlich nicht sein kann, wenn l. so toll ist wie man sagt, nicht wahr?! dass MUSS etwas anderes sein dann. (also das mit den masochisten) [ACHTUNG: da wurde provoziert!]
so, ich komm gerade 777 km mit dem auto aus münchen hierher, meine beine zittern mein kopf arbeitet und ich MUSS ins bett, frohes neues jahr euch allen! ich sage tschüss und auf wiedersehen…
Ein wunderschöner Beitrag. Gelesen und weggeträumt, ich musste mich erstmal wieder fangen, nachdem ich das gelesen hatte.
Sehr vieles ist auch mir sehr bekannt und ich erkenne sehr viel wieder.
Oh ja, tief durchatmen heißt es jetzt, waren diese Gedanken doch schon ein Weilchen nicht mehr so gegenwärtig.