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Zeitgeist/Popkultur

KeinOhrHasen

01.11.08 | 6 Comments

Ja ja, war ja klar, dass ich auch mal was über den Super Hit in den Kinos schreiben muss. Ich fand ihn (selbstverständlich) auch ganz toll, den Film. Ich hätte ihn bestimmt noch über eine trillionen Mal besser gefunden, wenn nicht jeder schon was dazu gesagt hätte: Super lustig! Super süß! Super interessant! Super blah blah blah. Das versaut’s einem irgendwie, weil man etwas total Abnormal-geiles erwartet, dass dann doch nicht eintrifft. Und gerade deshalb darf ich das Prädikat GUT erteilen, eben weil er trotz superhohen Erwartungen immer noch ziemlich gut war.

Til Schweiger- nicht so mein Ding. Nora Tschirner? Bam. Und Jürgen Vogel, trotz verkümmertem Oralbereich, ein sexy-ugly Typ den ich wahrscheinlich auch nicht von der Bettkante stoßen würde. Nur rumknutschen wär nicht (Hartgeldstrich, ich komme!). Eeh, oder auch nicht.

Hat irgendjemand sonst eigentlich diesen bombastischen Soundtrack bemerkt? Der hat’s noch mal abgerundet.

Trotz aller emotionalen “Mööp, ich will geliebt werden und noch dazu von jemandem, den ich auch liebe!”-Krisen bin ich immerhin mit einem lachenden Auge davon gekommen, wenn es um ein fatales Chaos in meinem Kopf geht. Ich hab öfter so filmische Risse, wo zwar alles total gut ist und so weiter und so fort, ein Film aber direkt meine Stimmung aus unerfindlichen Gründen ins Nirvana treibt und ich am Ende mit einem “WTF” im Schädel da stehe. Auch nicht so prickelnd, ganz ehrlich.

Vielleicht ende ich irgendwann wie Nora Tschirner, obwohl meine Vergangenheit dafür zu cool war… zu cool um so ein Happy End zu nehmen. Karma strikes back! Ist ja auch egal. Wisst ihr was das eigentlich frustrierende ist? Wenn man sein Leben lang in seinem Kopf lebt, in seiner Fantasie, in seinen Illusionen, und sich dann wundert, warum das Leben nicht auch so sein kann. Ich weiß nicht mehr, ob meine Fantasie ausreicht, um mich gänzlich zu befriedigen.

Ich wünschte, ich könnte meine Träume ausschalten und anfangen, richtig zu leben. Ohne Metaphern. Ohne Kino. Ohne Soundtrack. Nur ich und die Welt und die Menschen.
PS: Das wünsche ich mir nur manchmal, wenn ich alleine bin und mir plötzlich bewusst wird, dass ich die ganze Zeit dachte, irgendwer wäre da, obwohl keiner da ist. Natürlich bin ich viel eher darauf aus, ein Blockbuster/Bestseller Leben zu führen. Meine Fresse. Alles andere wäre nicht ich.

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