Ich habe heute den besten Teil des Tages (der, wo die Sonne scheint und kleine Kinder lachend durch den Hof rennend und ich sowieso vor der Glotze sitze und fernsehe) damit verbracht, einer Freundin bei einem Projekt für die Schule zu helfen. Sie geht auf die beste Schule der Welt. Zumindest kann man da Mathe für Typographie abwählen, was schon mal ein riesengroßer Pluspunkt ist. Warum ich mich damals nicht dort beworben habe, weiß ich bis heute noch nicht, aber nun gut, sinnieren wir lieber über andere Dinge.
Das Projekt bestand darin, eine Website für eine Band aus der Umgebung zu gestalten. Eigentlich sollte das ganze Cooperate Design entwickelt werden, aber das hatte die Gruppe vorher schon gemacht, und nun ging es daran, tatsächlich eine funktionierende, auf HTML basierende Website zu bauen. An und für sich ist das für mich überhaupt kein Ding, ich hab mir mit 13 Jahren mal ein HTML Buch von vorne bis hinten durchgelesen, und mein von Ästhetik geprägter Sinn hat bisher immer nur Top-Designs hergestellt, jawohl! …
Problematisch war daran, dass die Gruppe vorher die ganze Seite sozusagen als Bild in Photoshop gestaltet hatte. Das Design war extrem respektabel, aber scheisse verdammte, es sah aus wie etwas dass nur mit Flash gemacht werden kann. Und dann ging es halt darum, es umzusetzen. Da ich seit ungefähr 4 Jahren keinen HTML Editor berührt habe, war es für mich dann doch schwer, mein Old Skool wissen auf die neuen Medien (sprich: Browser) anzuwenden. Also habe ich meinen Plan, mit so viel CSS wie möglich zu arbeiten, hingeworfen und mich auf die ganzen Loser Tricks eingestellt. Das Bild in Photoshop einfach geslicet, eine Tabelle erstellt, sogar einen IFrame benutzt und einen einzigen CSS Code benutzt. Siehe da: Die Seite sieht sowohl in Firefox wie auch im IE optimal aus, nur dass natürlich im IE der CSS Rollover spinnt und damit schon mal die Hälfte der Zeit für scheisse verkackt wurde.
Perfekt war es trotzdem nicht, weil ich durch meine lapidare Umsetzung auch viele Ideen und kreative Ansätze der Gruppe verwerfen musste. Aber nach 4 Stunden arbeit war es trotzdem recht gelungen, und ich bin irgendwie auch froh, dass mal wieder gemacht zu haben. Es erinnert mich daran, dass ich absolut nichts mit Design zu tun haben möchte. Nicht, weil ich darin so grottenschlecht bin. Ich denke, mit ein bisschen Übung und Erlernung des Handwerkes (bzw. wenn ich mal mit dem Fortschritt mitgehen würde, anstatt immer mal wieder “keinen Bock mehr” zu haben!) würde ich auf jeden Fall das Fach meistern. Nein, ich hab nur keinen Bock auf mösige Kunden, die irgendwelche Vorstellungen haben, die ich überhaupt nicht umsetzen WILL, weil’s einfach scheisse aussieht. Ich habe bestimmte Ideen und die gefallen mir. Ich bin da überhaupt nicht kompromiss- oder gar teamfähig. Am Arsch! Ich hab recht, und nur so sieht’s gut aus (so minimal und farblos wie möglich, damit das Auge nicht überreizt wird).
Ich glaube, wie eine gelungene Website soll später auch mal meine Wohnung aussehen. Schwarz/Weiß/Grau mit einer EINZIGEN Farbe als Lichtpunkt. Und alles in Leder. Und so wenige Möbelstücke wie möglich. Es wird keine Pop-Ups geben, wichtige Informationen sind in Schubladen und stylishen Kartons (die in der Wand eingebettet sind) verschwinden. Ein einziges Ikea Regal (gleicht dem Copy&Paste), der Rest Handarbeit aus Skandinavien (NICHT IKEA, HANDARBEIT!!).
Nur, damit wir uns da verstanden haben.
Tags: design, internet



Yeah Baby! Wohnung klingt auch gut.
Gibts einen Link zur Seite oder ist das ganze nur eine Spielerei, die es nicht online zu betrachten gibt?
Ohhh mannnnoooo, du denkst genau wie ich! Wirklich! Können wir bitte sofort heiraten? Jetzt?! Endlich?!! Ach ne das würde nur Ärger geben..
Mit Farben kann man sich anfreunden und mit Kunden, die ihr Ding durchziehen wollen auch, wenn’s dann erst mal umgesetzt ist und sie sehen, wie scheiße es in echt aussieht, darf man’s sowieso so machen wie man will. Und.. hat.. dann.. doppelte.. Arbeit.. Olé..
denk mal bitte drüber nach jetzt nach dem abi dir n praktikum bei ner zeitung über den sommer zu suchen und dann online-journalismus zu studieren. das is zwar in fuckin’ dieburg aber god damn die würden dich hier anbeten!!!
so zum thema: perspektive für eine trostlose zukunft ohne nennenswerte jobaussichten.
Weniger war schon immer mehr
design is maximal zu 50% handwerk. und mit minimalistisch kommst du heute auch nich mehr sonderlich weit. den schweizer stil beherrscht mittlerweile fast jeder hans arsch, perfektioniert haben ihn nur wenige. so oder so kann ihn keiner mehr sehen. was denkst du warum die 80er grad so in sind? und was die kunden angeht, hast du schon recht. nur: wenn man seinen stiefel durchzieht, ein gewisses auftreten an den tag legt und bestimmte aufträge ganz einfach mal ablehnt, kann man auch nen niedrigen puls und seine würde behalten.