Gestern war einer der schönsten Abende meines Lebens. Gefüllt mit (neuen) Freunden, viel Alkohol, einer großen Stadt, lauter Musik, fremden Menschen und Lachen, so viel Lachen…
Es tat gut, mal wieder rauszukommen, und dann praktisch bis zum Sonnenaufgang auch draußen zu bleiben. Dabei möchte ich das gar nicht alles aufrollen- es ist eh nur gut, wenn man selbst dabei war. Das Gefühl, Nachtmenschen zu begegnen- unbekannte, Vampire, und mit ihnen Zeit zu verbringen, egal wie unterschiedlich man ist, egal woher man kommt, mit der einzigen Gemeinsamkeit: Man hat Hunger auf Spaß, die Nacht durchmachen, wach bleiben, weiterlachen. Frankfurt ist dafür die ideale Stadt, und wieder einmal bemerke ich, dass Clubs und Tanzfläche überbewertet werden. Wo Musik spielt, wird getanzt. Und ich brauche nicht unendlich viel Geld zu bezahlen, ich brauche mich nicht von Türstehern beurteilen zu lassen, ich brauche keinen Tinitus für drei Nächte drauf und überteuerte Getränke, nur um ein bisschen Spaß zu haben. Lieber durchrocken, Spelunken aufsuchen, Döner essen, Studentenparties abklopfen, die Stadt erkunden…
Leider war das auch mein letzter Action-Abend für sechs Wochen, zumindest hier. Denn ab morgen bin ich unterwegs mit dem Roten Kreuz. Arbeit, die recht gut entlohnt wird, und die mir hoffentlich Australien finanziert. Jules und ich fahren morgen früh los, nach Aalen. Wir werden in einer Art WG wohnen und ich habe keine Ahnung wie es da mit Internet aussieht, keine Ahnung, ob ich nicht sowieso den größten Teil des Tages beim Schaffen verbringen werde. Emails und Kommentare kann ich zwar lesen und größenteils beantworten, Updates gibt’s weiterhin über Twitter durch mein Sidekick, aber bloggen wird wohl erstmal nichts. Zumal mein Spasti-Vater, nachdem er hörte, ich wolle mir einen Laptop kaufen, mir versprochen hatte, mir einen zum Abi zu schenken- und natürlich nichts kam. So sitze ich jetzt hier und habe keinen Laptop weil ich davon ausgegangen bin- naja, egal. Ich werde sicherlich mal an einem Internetcafé vorbeikommen, alleine schon um meinen Ipod aufzupumpen (ist scheisse wenn man kein Netzteil hat), aber ansonsten wird’s ab so fort eher karg hier…
Irgendwie seltsam. Da wünscht man sich jahrelang nichts sehnlicher, als endlich raus und wegzukommen, und wenn es dann so weit ist, fühlt man einen kleinen, stichelnden Schmerz, weil diese Sehnsucht von vielen neuen Faktoren kompensiert und vielleicht auch ein bisschen ersetzt wurde..
Tags: arbeit, frankfurt, freunde, leben, menschen, party
hee, wie gehts dir?
Was macht das Red X?
bist mit wesser unterwegs?