Mitfahrgelegenheit
17/10/2008Ich bin wieder zurück in Berlin. Und wie ich zurückgekommen bin, war eine der lustigsten und spannendsten Erfahrungen meines ganzen Mitfahrgelegenheitslebens.
Fünf völlig fremde Menschen auf engem Raum. Acht Stunden Fahrt, staubedingt, und endlose Diskussionen über die Gesellschaft, Banken, Machtverhältnisse- ein reiner Kopffick. Normalerweise bin ich froh, auszusteigen- diesmal konnte ich es nicht, ohne Nummern auszutauschen und High Fives zu verteilen. Achtzig Prozent Ausländeranteil, jeder aus einer ganz anderen Region, und was uns einte war die gute Musik, die jeder mal mit seinem MP3 Gerät auflegen durfte.
Nach zwei Stunden wurde dann eine Socke voller Weed Tüten ausgepackt, dann war’s endgültig vorbei. Alle dreiviertel Stunde wurde eine zwanghafte Pinkelpause eingelegt, gekifft, weitergefahren. Herrliches Abenteuer. Im Teufelstal den Fressflash bei BK erledigt, und ab ging die Post. Gegen Ende wurde es etwas ruhiger, die gesellschaftskritischen Stimmen wurden müde und belegt, und schließlich kam mir die Heimat so entspannend und berauschend entgegen, wie sie es nur sein konnte.
Es war gut, dass ich nochmal zu Hause war. Denn jetzt fühlt es sich endlich so an, als wäre ich angekommen. Und das ist verdammt noch mal gut.
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