Es ist nicht vorbei, es klingt nur anders.

Chiddy Bang – Opposite of Adults

Posted: February 16th, 2010 | Author: admin | Filed under: Lärmforschung | Tags: | Comments Off

MGMT ist noch nicht vorbei, der Hype startet erst, vor allem mit Hilfe der Hipster Hop Invasion. “Use the beats, the beats, the beats”, und das tun sie auch. Das Kids Sampe erinnert mich an den Hype, der vor einigen Jahren noch um Justice herrschte. Ach, aber was erzähl ich da, hier ist das Video:


Summertime Blues

Posted: July 3rd, 2009 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Lärmforschung | Comments Off

Es ist viel zu warm um meine tiefsinnigen Gedanken der Welt mitzuteilen. Ich fühle mich wie atomar zerschmolzen. Deshalb gibt es jetzt die Hymne des Sommers (die Hymne jedes Sommers.. jeden Sommers… scheiss Grammatik):


Sex/Fire

Posted: June 28th, 2009 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Lärmforschung | 4 Comments »

Öhm. Wieso habe ich den Moment verpasst, als Caleb Followill, Lead Sänger der Kings of Leon, von dem hier (Bild hab ich rausgenommen, datt kann ich mir einfach nich jedes Mal angucken wenn ich aufn Blog gehe).

… zu dem hier wurde:

Caleb Followill, Sexsklave weiblicher Gedanken

Und viel wichtiger: Warum hat mir keiner Bescheid gesagt?!

Ich sollte wohl wieder öfter mal ein paar Musikvideos laufen lassen. Seit das M in MTV für Müll steht klappt das aber nicht so wirklich. Jedenfalls werde ich Caleb (und eigentlich hatten alle Bandmitglieder so eine männliche Ausstrahlung, ich bin total überwältigt und habe wieder Hoffnung für die Menschheit) nun eine Rolle als Hauptdarsteller in meinem nächtlichen Kopfkino zuteilen. Jetzt, wo MJ tot ist, haben wir sowieso wieder einen Platz frei.* Ich hab auch eben gerade diese außerordentlich amüsante Timeline seines Aussehens entdeckt. Hallo? Aus welcher Zeit kommt denn der Typ! Der sah im Jahre 2000 aus wie ein Pornodarsteller aus den Siebzigern! Das nenn ich mal Vintage.

… nehm ich natürlich trotzdem.

Das Konzert. Paradoxerweise war ich so gespannt und voller Vorfreude, dass ich mich auf eine kleine Enttäuschung einstellte. Kings Of Leon sind die größte musikalische Inspiration in meinem Leben seit Radiohead und The Knife; das kann live einfach nicht so gut sein wie in meinem Kopf. Dachte ich.

Tatsächlich jedoch ist während des Konzerts mein Schädel einige Male explodiert, weil so viel Zauber und Energie und Euphorie und Hysterie einfach nicht reinpassen wollte. Zeitweise lag ich breitbeinig auf dem Boden und ergab mich dem auditiven Orgasmus. Ich habe vergessen zu atmen und die Uhr ging scheinbar rückwärts. Ich war tot und wurde wiederbelebt. Mein Leben macht wieder Sinn. Es war großartig.

Ich bin ja kein traditioneller Konzertefan, vergleichen kann ich also nicht so gut. Ich weiß, dass die Red Hot Chilli Peppers Show größer und schöner war. Da waren ganz viele bunte Lichter und viel mehr Platz für “Spaß” auf der Bühne, was aber auch mit dem Image der Band zusammen hängt. Wenn Flea da im Skelettkostüm abkackt hat das einen ganz anderen Effekt als die bitterernsten Whiskey-Leons. Deshalb waren die regungslosen Posen und die ernsten Gesichter keineswegs langweilig oder trocken. Stattdessen gaben sie der Spannung und der Stärke der Musik nochmal eine abschließende Würze, die das Bild perfekt machte.

Völlig entsetzt und fast schon peinlich berührt war ich von Mew. Ich bin ja normalerweise nicht so der Fan und kenne nur wenige Tracks, aber JesusMaria, was war das bitte schön für eine Scheisse? War das Muse auf Crack? War das M83 im Autotune? Man weiß es nicht. Es hat irgendwann so in den Ohren wehgetan, dass wir unsere (ja, ich gebe es zu:) Sitzplätze auf den oberen Rängen verließen um einfach in der Ecke zu stehen, weil selbst das besser war, als da zuzuhören.

Ja, Kings Of Leon. Jeder Song berührte das Herz, die Mimik des Leadsängers perfekt, jeder Griff, jeder Ton einfach so, wie er sein sollte. Diese Stimme ist nicht von dieser Welt. Auch dass er sich während eines Songs mehrmals bekreuzigte werde ich ihm verzeihen, dem alten Säufer.

Noch eine kleine Enttäuschung gab es allerdings doch irgendwie. Ich hatte das Gefühl, von ungefähr 10.000 Besuchern, waren drei tatsächlich über Only By The Night hinaus gekommen. Ja, auch ich finde, dass es das stärkste Album der Kings Of Leon ist. Aber es ist nicht das einzige, und das schienen viele gar nicht zu wissen. Mit Fragezeichen in der Birne drehten sie sich jeweils zu aneinanderum, “hää?”. Das hat die Stimmung manchmal ein bisschen von “Ausrasten” auf “mittlere Freude” zurückgeschraubt, das macht bei so vielen Leuen auch was aus. Mitsingen konnte ich auch nicht ausnahmslos jeden Song, ich hab natürlich trotzdem aus Prinzip mitgegröhlt.
Schön war die heterogene Masse trotzdem. Von alten Menschen bis hin zu Eltern, die ihre Kinder im Schlepptau hatten, war alles dabei. Deshalb war es auch glaube ich extrem ruhig im Saal, als die Jungs ein paar agressivere Töne ansagten. Ich kann mir gut vorstellen dass das in einer kleineren Location mit dem Fokus auf “den gewohnten” Rockfans noch intensivere Auswirkungen auf das Publikum gehabt hätte. Vielleicht ist das aber auch schwer zu sagen, wenn man oben sitzt und auf gefühlte drei Millionen Leute runterblickt.

Über Sitzplätze kann man jetzt auch noch sagen was man will, sie erlauben es einem wenigstens, die Musik richtig zu verinnerlichen. Wenn ich in der Crowd stehe, habe ich meistens das Problem, dass ich überhaupt nichts sehe und außerdem für mein Leben kämpfen muss. Ich wäre glaube ich tausend Tode gestorben, hätte ich auch nur einen Moment von der Bühne wegschauen müssen. Spätestens aber bei Sex On Fire, als einfach mal Ausnahmezustand in der Arena war, hatte ich nicht wenig Lust einfach komplett die Ränge runter zu springen und mit zu rocken. Kann man aber nicht alles haben, deshalb war es so schon ganz okay. Nach dem Konzert habe ich eine halbe Stunde überlegt, wo die Band wohl zum Feiern hingehen würde, um sie zu stalken; aber dann dachte ich fuck it und bin auf eine Party, wo ich jedem nochmal mein Ticket ins Gesicht gehalten und mich im Neid anderer gesuhlt habe.

Und weil es so schön ist, hier der Track, bei dem ich bis heute nicht verstehe, was der Typ eigentlich singt:


Kings of Leon – King Of The Rodeo (Official Music Video)

*immer diese Mediendramatik. Auch ich habe eine Vergangenheit, die MJ beeinflusst hat, auch ich habe als Kind dazu getanzt und auch ich habe mir Gedanken zu den Entwicklungen seiner Persönlichkeit und seines Aussehens gemacht. Fakt ist aber, dass er seit zehn Jahren keine gute Musik mehr gemacht hat. Für mich war er die ganze Zeit schon tot, nur dass jetzt die Wahrscheinlichkeit auf ein (erfolgreiches) Comeback nicht mehr gegeben sind.


King Of The Rodeo

Posted: June 23rd, 2009 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Lärmforschung, Sperrmüll | 8 Comments »

Die Welt geht unter, mein Arsch tut weh vom Sitzen und bald gibt’s das Internet nicht mehr, IST ABER ALLES SCHEISS EGAL DENN ICH GEH AM SONNTAG AUF DAS KINGS OF LEON KONZERT!

SO LONG SUCKERS!


Berlin Calling

Posted: May 18th, 2009 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Lärmforschung, Metropolis, Weltkulturerbe | 4 Comments »

Gestern habe ich mir, als ungefähr letzter Mensch auf diesem Planeten, auch endlich mal Berlin Calling angesehen. Nachdem ich ja schon seit Monaten den (überaus) großartigen Soundtrack besitze und Paul Kalkbrenner schon live erlebt habe, kam die Gelegenheit per Instant Messenger und einem Wochenende in Langweile zu Hause.

Um es kurz und knackig zu machen: So genau verstehe ich den Hype nicht. Lernt man einen Cineasten, Druffie oder einfach nur Berliner kennen, alle sind sich einig, dass dieser Film eine gewisse Bedeutung für die Berliner Techno-Subkultur trägt. Ich vermute dahinter allerdings blinde Loyalität zu einer sehr gerne gesehenen und vor allem auch erlebten Bewegung. Egal ob in den Clubs, auf den diversen Freiluft-Raves oder in der U-Bahn. Die Kids wollen Techno, auch wenn ich mich manchmal frage, ob sie es wollen, um eine Rechtfertigung für chemische Zusatzstoffe zu haben oder ob diese tatsächlich nur ein Mittel zum Zweck sind. Die Grenzen verschwimmen da sehr häufig.

Und so ging es mir auch mit diesem Film. Zugegeben, er war mir nicht unsympathisch, was wohl an der beruhigenden Deutsch-Film-Dramatik liegt, die nicht versucht, etwas aufzubauschen, das es nicht gibt (wie es etwa die amerikanischen Dramen gerne tun). Nein, die Geschichte war eigentlich recht langweilig, unspektakulär und vor allem: nichtsaussagend. Oder?

Noch mal von vorne: DJ Ickarus schiebt sich ein paar böse Teile in der Produktionszeit seines neuen Albums. Man sieht ihn in der Klapse auf einem Egotrip, er versaut sich seine Freundin, sein Label, sein Leben. Nach der Intervention seiner Familie und Freunde (die im Film recht kurz, bündig und selbstverständlich abläuft) geht es aber wieder bergauf, er stellt sein Album fertig und rockt alle weg. Und wenn ich das jetzt so trocken erzähle, dann nicht, weil ich zu einem Punkt kommen will, sondern weil der Film tatsächlich genau so gerade erzählt wurde. Drei Sätze. Das war es eigentlich auch schon.

Der Film überzeugt in seiner Schönheit, aus seiner Perspektive; ein Film, der auch ein großes Bild sein könnte. Auch wenn der Unterhaltungsgrad bei Berlin Calling nicht wirklich existent war, geben die Bilder vielleicht ein bisschen das Spiegelbild einer hedonistisch-ausgelassenen Kultur wider, welches sogar recht akkurat ist. Welche Stadt könnte da am ehesten als Sammelbecken für etwas so großes/gefährliches dienen?

Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte- man hätte auch beim Soundtrack bleiben können. Paul Kalkbrenner tanzt morgens wie in Trance zu Sky & Sand. Diese Szene alleine kompensiert die Schlichtheit des Filmes und ergreift mit einer Sehnsucht das Herz jedes Nachtmenschen, der sich für den Moment fallen lassen kann. Deshalb lege ich Berlin Calling denjenigen ans Herz, die beim Feiern mal ganz kurz die Luft anhalten sollten, bevor der Beat wieder losgeht.


We Are Haunted

Posted: April 27th, 2009 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Lärmforschung | 3 Comments »

Nur ein kurzer Drop, weil ich dieses Schmuckstück hier niemandem verheimlichen kann. Meiner Meinung nach eines der besten Aggregators, die das Web 2.0 mit sich gebracht hat: Das neue und innovative We Are Hunted.

Auf We Are Haunted findet man die Musik Charts des Web 2.0. Blogs, Twitter und weitere Kommunikationsplattformen werden genutzt, um die Mentions der Tracks und Artists zu sammeln um sie dann – quasi in Echtzeit – zu den genialsten Charts zusammen zu stellen, die man sich so vorstellen kann.

Großartig, großartig, großartig. Damit auch eine neue Kategorie auf dem Blog (wohl im Wesentlichen nur, um alte Beiträge zuordnen zu können): Lärmforschung, gewidmet der inspierenden und heilenden Kraft der Musik. Word!

Update: Fixed Link- nicht “we are haunted” (wir werden heimgesucht oder sowas), sondern “we are hunted” (wir werden gejagt).. tada.. danke Schwarzmaler!


Sonnet

Posted: February 11th, 2009 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Lärmforschung, Sperrmüll | 1 Comment »

Ich lebe mit der Philosophie, dass man andere für sich sprechen lassen muss, wenn man selber nicht weiß, wie man bestimmte Dinge ausdrücken soll. Und weil das relativ häufig vorkommt in letzter Zeit und ich erstmal klarkommen muss mit all den Dingen, gibt es jetzt die einzige Interpretation von dem, die ich mir vorstellen kann: