Posted: January 19th, 2009 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Mann/Frau | 8 Comments »
Vielleicht liegt es daran, dass ich zwei Brüder habe. Oder dass meine Eltern wesentliche Fehler in meiner Erziehung gemacht haben, wer weiß. Am Ende zählt nur eins: Ich bin im Herzen ein Mann.
Ja, es hat lange gedauert, bis ich endlich an den Punkt kam, wo ich jetzt bin. Sehr lange. Aber man wird ja langsam erwachsen und geht daher mehr auf das andere Geschlecht ein. Übrigens das logischere Geschlecht.
Wie oft musste ich mir die ewig gleichen Situationen zuführen- wie Männer unter den Erwartungen ihrer Frauen, Mütter, Schwestern und Tanten leiden mussten! FRAUEN DIESER WELT! Wenn man im Urlaub ist, und vier Tage Zeit hat, um zu entspannen, sollte man sich nicht stundenlang darum kümmern, den Kofferinhalt wohlbedacht in den Schrank zu räumen! Wenn man es doch tut, dann tut man es für sich, und zwingt nicht den (männlichen) Begleiter, es auch zu tun! Es nennt sich nicht umsonst Urlaub.
Männer können lange andiskutieren, verlieren letztendlich aber doch- nicht, weil sie nicht mehr können, sondern weil ihre Argumente keine Angriffsfläche haben. Um also den letzten Funken Entspannung zu wahren, gehen sie auf die schwachsinnigen Forderungen ein, setzen aber ihre testosteronhaltige Signatur drunter: Die Klamotten waren immer noch im Koffer. Aber der war jetzt im Schrank.
Aber das sind nur Lappalien, die man als Frau belächeln kann. Die wirklich nervenzerfetzenden Logikdefizite liegen in anderen Bereichen. Zum Beispiel bei Sexpannen. Wenn einer Frau etwas “gesellschaftlich unangebrachtes” zwischen den Laken passiert, ist es für sie das schrecklichste, dass jemals passiert ist. Die Situation war nie peinlich- man hätte sie bedenkenlos übergehen können. Das Gekreische und die Tränen hingegen können schon für einen Abbruch des Aktes sorgen. Männer hingegen- Männer wissen, dass solche Situationen erst peinlich werden, wenn man sie nicht sorgfältig überspielt. Wenn ein Mann nach einer langen Zeit der Abstinenz endlich wieder zum Zug kommt, ist die Gefahr eines zu frühen Endes relativ hoch. Der Mann kennt die Lösung: Unbemerkt die Ladung an der Bettkante abschmieren, so tun als wäre nichts passiert, drei Minuten weitermachen, ruckartig aufstehen, sich verabschieden und nie wieder darüber sinnieren. Gut, die Dame, die mitgespielt hatte, weiß natürlich nicht, worum es ging- aber peinlich war es schließlich niemandem.
Das mit dem Fußball ist natürlich auch so eine Sache. Frauen können einfach nicht verstehen, dass ein Mann in seiner Natur nur für seine Triebe lebt. Er muss jeden Tag mit der Wahrheit leben, dass er ein Sklave der Frau ist, und dass er über die Jahrhunderte hinweg domestiziert wurde. Wenn er dann etwas findet, dass ihn wieder an seine ursprünglichen Instinkte erinnert, möchte er nicht davon getrennt werden. Hier kommt der Fußball ins Spiel, das Symbol der Männlichkeit: Die Jagd in abgeschwächter Form, das Spiel, der Schweiß, manchmal die Homosexualität und vor allem die Kameradschaft. Der erfolgreiche Jäger ernährt die Familie, kriegt also mehr Frauen. Wer kein erfolgreicher Jäger ist, der feuert den erfolgreichen an, um von seinem Ruhm etwas abzuhaben. Deshalb gucken Männer Samstags die Sportschau und gröhlen in Stadien wie die Bestien: Sie SIND Bestien. Eine Frau kann einen Mann nicht von seiner Natur befreien, und damit muss sie im Laufe ihres Lebens klarkommen.
So könnte es Ewigkeiten weitergehen- dass der Bierkasten eben mehr ist als nur ein Bierkasten, sondern ein Zeichen der Gastfreundschaft bei Fußballspielen; dass Ordnung für einen Single Mann bedeutet, dass er sich an seine Mutter erinnert, die eine Frau ist, und dass er sich eigentlich nicht an Frauen erinnern möchte, weil er Single ist und nicht zum Schuss kommt, und deshalb lieber unordentlich lebt; dass eine ausgewogene Ernährung aus Pizza, Döner, Burger und Aufbackbrötchen mehr Geld und Zeit für Spielekonsolen oder lange Nächte lässt.
Aber ich breche an dieser Stelle ab, um mir selbst auf die Schulter zu klopfen, weil ich all diese Dinge für mich erkannt habe, und verleihe mir hiermit den “Mann Im Herz Ehrenaward”, der übrigens nur einmal im Leben vergeben wird, nämlich an mich.
Posted: July 27th, 2008 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Mann/Frau | 11 Comments »
Frauen haben die seltsame Eigenart, sich in Gesellschaft anderer, ihnen bekannter und gegenüber wohlgestimmten Frauen, sich auf einmal wie die typischsten Schweine-Männer zu benehmen. Das fällt auf, wenn man auf einmal in der Wohnung einer guten Freundin ist, und plötzlich fallen alle bis dato gekannten Hemmungen ab- da wird das Fleisch auf den Grill gehauen, das Bier aufgezischt, innerhalb von 10 Minuten ca. 3,5 Kilo Fleisch (pro Person) vernichtet und im Anschluss gerülpst und Lose gezogen, wer als nächstes Kacken gehen darf.
Ich mach keinen Spaß. Das ist übel. Das ist der reinste Horror für jeden Menschen, der so wohlerzogen ist, dass er bei seinem eigenen Bäuerchen fast selber kotzen muss. Aber Frauen sind teilweise wirklich die klischeehafteren Männer, und meine Freundinnen kennen da echt kein Pardon. Vor Typen, mal so im Kontrast, sind sie die tussigsten Tussis diem an sich vorstellen kann- aber insgeheim schnurrt ein kleiner Dämon in jeder von ihnen, darauf wartend, wieder einen dreckigen Witz oder einen massenvernichtenden Furz zu lassen. Hin und wieder beschweren sie sich auch darüber, dass sie schwitzen wie die Tiere, dass man mit Männern nicht über Blasenentzündungen reden kann oder über die letzte Verstopfungsphase und mit welchen von Mamas Hausmitteln man dagegen ankam.
Ich dreh ab. In all meiner Zeit als nicht mädchenhaftes Mädchen, habe ich mit keinem Typen jemals solche Gespräche geführt oder zugehört (und glaubt mir, ich war schon ganz tief drin in den Männerkreisen). Gut, da redet man über Ärsche und Titten, aber daran ist ja nichts abartiges. Höchstens frauenfeindlich, aber das steht kaum zur Debatte. Klar, ich habe schon oft über Pornos und diverse Sexualpraktiken mit Männern gelacht und diskutiert, die vielleicht pervers und abartig waren, aber niemals über die eigene Verdauung oder gar zu einem Rülps-Contest aufgefordert, bei dem der Sieger den ersten Klogang gewann und keine Streichhölzer mitnehmen durfte damit der andere erstickte.
ICH MACH KEINEN SPASS! Viele Frauen werden sich jetzt denken: Oh mein Gott, erzähl das nicht, dass dürfen die Männer nie, NIEMALS erfahren! Aber ich bin ja selbst fast am verzweifeln! Bis zu einem bestimmten Grad ist es ja noch ganz lustig, sich wie ein 12-jähriger, pubertierender, halbstarker Bauer zu benehmen, aber spätestens wenn man fast an den Ausdünstungen anderer erstickt ist es vorbei, wirklich. Und da hilft auch nicht wenn im Hintergrund, ganz unschuldig und girlie-girl, Madonna mit “Holiday” läuft und man sich dabei die Fingernägel lackiert. Echt nicht.
Sehr bezeichnend ist es daher, dass ich zur Zeit nur noch Freundinnen um mich herum habe, die genau auf so etwas.. “abfahren” wäre jetzt eventuell etwas hochgegriffen, aber alter, die machen wirklich jedem Schwein Konkurrenz. Wie gesagt, es ist amüsant und es ist auch schön sich für nichts (aber auch wirklich nichts) schämen zu müssen, nur dass ich mir fest vorgenommen habe, so schnell nicht mehr mit denen zu grillen, wenn mir noch was an meinem Appetit liegt.
Übrigens kann man Frauen am ehesten kategorisieren, wenn man sie sich als Mann vorstellt. Meine Chefin zum Beispiel wäre ein übler, kurzgeratener Prolet mit platinblonden Haaren und tiefergelegtem VW-Golf mit Tribal-Sticker an der Heckscheibe und würde sich ständig an den Sack langen und dran ziehen. Meine beste Freundin hätte den winzigsten Penis aller Zeiten, deshalb total den Komplex und müsste sich ständig besaufen und mit anderen Prügeln. Ich persönlich wäre ein Nerd, mit Brille und einem Fetisch für Hentai, und außerdem wäre ich wie Dawson von Dawson’s Creek. Ihr wisst schon. Spasti, ein bisschen homo und leicht neurotisch, aber dafür immer für eine langweilige Episode voller Teenie-Problematik zu haben.
Posted: May 12th, 2007 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Mann/Frau | Tags: ekel, männer, sex | 43 Comments »
Bevor ich gleich wieder zu den korrupten Unternehmern im Restaurant muss um da meine (wenn auch bezahlte) Teamsitzung abzustottern, muss ich etwas loswerden, dass mir seit eh und je einen Schauer um die Ohren jagt. Es ist mir gestern in einem Genitalherpes-Ekel Anfall eingefallen. Nämlich: Es gibt echt wenige Dinge, bei denen ich anfange zu kreischen, weil mein weibliches Dasein es nicht verkraftet und ich auf das starke Geschlecht zurückgreifen muss.
Da wären zum Beispiel Kakerlaken. Es gibt nichts widerlicheres als Kakerlaken, und wer hier widerspricht, hat schlicht und einfach keine menschliche Seele. Aber dagegen kann man was tun: In Syrien gibt es ein stark ätzendes Mittel, das Piff Paff heisst. Ein Sprüher und allein die FCKW Ausstoße haben schon die halbe Straße getötet, bei einer Näherung von mehr als 3 Metern hat man 3 Tage weder gesehen noch gerochen. Manchmal haben wir daran geschnuppert, um high zu werde und glaubten, dass wir Spiderman wären und die toten Kakerlaken aufessen müssten. Im Notfall jedoch muss noch nicht mal Piff Paff herhalten, es reicht ein Mann mit festen Schuhsohlen.
Doch es gibt eine Sache, bei der können Männer nicht aushelfen. Denn bei dieser Sache sind sie das Problem. Besonders hinsichtlich der europäischen Hemisphäre. Nein, ich rede nicht von Metrosexualität (auch fürchterlich, aber weniger ekelerregend als man meinen könnte).
Frauen haben sowas auch. Es nennt sich Nachgeburt. Von daher ist die Fairheit und die Gleichheit bei den Geschlechtern wieder eingestellt.
Posted: March 14th, 2007 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Mann/Frau | 87 Comments »
W, 18 sucht M, 22-28, muss von Angehörigen, Freunden, Arbeitgebern und Frauen auf der Straße als “Brett” bezeichnet werden, Waschbrettbauch, langes Rohr (beschnitten), dunkle Haare, helle Augen, viel Geld, schnieke Wohnung, humorvoll, nett, sympathisch, unversnobbt, etwas kindisch, PS3/X-Box muss vorhanden sein, belesen, Cineast, stilvolle Kleidung, mindestens 5 Sexualpartner vorher, nicht mehr als 8, muss dominierender Typ sein, aber nicht zu dominierend, keine Kinder, keine Leichen im Keller, gut riechend, ohne Mundgeruch, gepflegte Augenbrauen, saubere Fingernägel, muss im Anzug und unterm Auto gleich gut aussehen, darf nicht zimperlich sein, muss draufhauen können, muss saufen können, muss tanzen können, Erfahrungen mit Actionsportarten, muss sich mit Internetkultur auskennen, Abitur haben, nette Familie, KEINEN HUND (wahlweise dafür Schildkröte, Katze oder Delphin), muss ein funktionierendes soziales Umfeld ohne Intrigen haben, keine psychischen Störungen, keine Krankheiten, muss Blut spenden, muss Sohn von Immigranten sein (Akzent erwünscht, nicht zwangsweise), muss mindestens 2 Fremdsprachen sprechen, muss mich innig lieben und GUT IM BETT SEIN (das “gut” bestimmen seine Sexualpartner und nicht er), darf nicht arrogant wirken, darf nicht eitel sein, muss an sich selbst teilweise zweifeln (irgendwas muss Frau ja auch zu tun haben).