Das Geld brauchst du vielleicht, aber dafür dich und dein Talent so zu verkaufen ist schon etwas traurig ..
Einsiedlerkrebs, das ist nichts gegen dich- absolut nicht persönlich gemeint - aber ich möchte dein Kommentar nutzen, um mich mal generell über so ignorante Aussagen aufzuregen, wie ich sie in letzter Zeit immer häufiger hören darf.
Irgendwie scheint da nämlich was Missverstanden zu werden. Für was genau soll ich denn mein “Talent” sonst benutzen? Vielleicht um den Welthunger zu stoppen? Um Menschenleben zu retten? Um den Urwald zu schützen? Versteh ich das was grundsätzlich falsch? Was macht man denn wenn man ein Talent hat?
Alles, aber anscheinend verdient man damit kein Geld.
Ach so, ich soll ein Buch schreiben, dass ich dann verkaufen kann, richtig? Wo dann ungefähr 80% des Betrages an den Verlag geht, der den Scheiss druckt. Oder wie genau stellt man sich das vor? Ich soll meine journalistischen Fähigkeiten benutzen, um in einer Zeitung zu schreiben, wo ich dann doch sowieso nur das schreibe, was von mir erwartet wird! Ja, macht ja auch einen Unterschied wie Tag und Nacht.
Mal im Ernst, dieser verschissene Blog ist doch voll von irgendwelchem Meinungsgelaber. Ich hab diesen Film gesehen, diesen Track gehört, diesen Club erlebt, und dazu geb ich meine Meinung ab. Toll. Großartig. Riesentalent hat die Frau. Woah. Auf die Knie bitte! Und wenn ich das gleiche mache - meine Meinung abgebe - und dafür Geld verdiene, ist es ein Skandal, weil, ja, keine Ahnung wieso, ich könnte ja sooo viel mehr machen, ich könnte ja mein Hobby von allem anderen trennen. Dumm nur, das mein Hobby mein Leben widerspiegelt. Tja, und in meinem Leben bin ich pleite. Und verkaufen, ja, klar, ich verkaufe mich total, ich zieh mich hier aus und alles! Ich verkaufe einen Scheissdreck. Ich schreibe genau so, wie ich es auch sonst mache, und wenn ich dabei Leser verliere, ist es vielleicht besser so, denn die scheinen nicht zu verstehen, woraus die Rezensionen und - ja, von mir aus auch die Werbung, die ab und zu erscheint - eigentlich besteht. Aus genau dem gleichen Kauderwelsch wie der Rest von meinen Einträgen, aus meiner eigenen Wortkotze. Aber das ist ja ein Problem, weil ich dafür entlohnt werde, krasse Sache hier.
Nein, eigentlich rege ich mich nicht darüber auf. Ich rege mich ja auch genauso wenig über Leute auf, die Adsense oder Affiliate Links auf ihre Website schieben. Warum soll ich so ein selbstloser Mensch sein, den anderen alles zu geben, was sie möchten, für umsonst, ich krieg doch auch nichts geschenkt! Und wenn jetzt die ganze Bloggerwelt anfängt, zu rezensieren oder Werbung auf ihre Blogs zu klatschen, SCHEISS DRAUF, ist mir doch egal, ich krieg doch trotzdem was ich will. Und ob das so profitabel ist wäre ja wieder die Frage.
Ach, keine Ahnung. Ich wollte das nur mal loswerden, dass jeder, der das scheisse findet, mal ein grundlegendes Studium in Sachen Talent in Kombination mit Wirtschaft absolvieren sollte. Ich meine, da müsste man ja jeden Fußballspieler, der von einem Verein gekauft wurde, total traurig finden. Der könnte ja auch, ich weiß nicht, auf’m Bolzplatz stehen und das für die Liebe machen.
[Trigami-Review]
Feuerwehrmann. Polizist. Freiwilliger Arzt in Westafrika. Besitzer eines Stripclubs. Koksdealer. Astronaut.
So sehen sie aus, die Träume von jungen Menschen. Meistens werden diese Träume mit dem Alter fallen gelassen- keine Chance, keine Hoffnung, kein Geld. Vor allem das mit dem Astronaut sein. Man hört ja viel darüber (es hat sehr viel damit zu tun, dass man sich die Seele aus dem Leib reihert, zum Beispiel), und hat irgendwann keine Lust mehr, einer Illusion nachzujagen.
Bis jetzt!
Denn was ist, wenn man einfach mal so, als Bäcker oder Metzger oder Industriehandelskaufmann, ins Weltall geschickt wird, und für ein paar wenige Momente dieses unscheinbaren Lebens tatsächlich zum Astronauten wird? Das is nicht nur so ein bisschen Extremsport, meine Freunde! DAS ist mal ein fettes Angebot. Und das gibt es tatsächlich, und zwar bei dastronauten.de.
Auf geht’s
Ihr wollt also ins Weltall? Dann nichts wie los zum Super-Contest bei dastronauten.de. Aber ganz so leicht ist es natürlich nicht. Man muss sich anmelden und bewerben- und ob man in’s Weltall geschossen wird oder nicht ist abhängig von dem Profil, das man erstellt und mit dem man sich präsentiert.
Wenn man auf die Seite kommt, merkt man direkt, dass man hier richig ist: Sie sieht wirklich aus wie der Traum eines 12-Jährigen! Damit meine ich aber nur den kreativen Anteil- der Rest ist durchaus professionell und strukturiert. Ein bisschen “viel” vielleicht, weil man nicht direkt durchblickt, wo Navigation und wo essentielle Elemente für den Start einer Neuanmeldung sind, aber nach einigen Minuten hat man sich durchaus daran gewöhnt und kann sich super durcharbeiten.
Meine erste Anlaufstelle ist nicht die Anmeldung, sondern in der oberen Navigationsleiste der Punkt “So geht’s”. Immerhin will ich ja wissen, was ich für Chancen habe, und wie das ganze hier abläuft.
Der Gewinn ist klar: Ab ins Weltall. Allerdings ist das Wahlverfahren doch recht kompliziert. Erst muss man sich natürlich unter den Wählern beliebt machen, die können für einen per SMS Stimmen, es gibt Tagesgewinner, die genug Geld für ein Ticket zusammenkriegen müssen, und die kommen dann in eine Endrunde- und es wird wieder gewählt. Ganz so einfach ist es also tatsächlich nicht, aber schaffbar auf jeden Fall, wenn man denn genug willige Leute um sich herum scharen kann, die viel und gerne SMS verschicken. Bis auf diesen kleinen Punkt ist die Teilnahme und Registrierung am Wettbewerb aber völlig kostenlos. Der Wettbewerb läuft dann so lange, bis man eben die Mittel für ein Ticket zusammengekratzt hat, also mal länger und mal kürzer. Macht das natürlich alles auch auf einer ganz anderen Ebene spannend: Keiner weiß wirklich, wie’s ausgeht.
Unter dem Menüpunkt “Hilfe” werden alle wichtigen Fragen beantwortet - zum Beispiel, dass dastronauten eigentlich “Digitale Astronauten” heisst, und ihr wisst ja, wie ich Abkürzungen verabscheue, die nicht erklärt werden - und außerdem sind die Antworten total süß. Hier etwa:
Das fänden wir total uncool! […]
Hehe, ja ja, ich hab Spaß an sowas..
Okay, aber genug von diesem ganzen Kram! Ich will mich jetzt anmelden und mitmachen!
Dabei sein ist alles
So, zur Anmeldung wird nur ein Name und eine Email gebraucht.. und dann kommen sie, die gefürchteten Captcha-Codes, die ich NIE NIE NIE entziffern kann. Nervt, aber was soll’s. Nach dem 4. Versuch bin auch ich endlich dabei und bekomme ein generiertes Passwort, das ich mir genau so wenig merken kann, ich hoffe, ich kann es bei Gelegenheit mal ändern.
Dann bin ich auch schon auf meiner eigenen Startseite. Oben, im Banner, ist mein persönliches Menü- ich kann meine Daten/Profil bearbeiten, Beiträge hochladen, habe einen Überblick über die Statistiken und kann sogar Werbemittel einsetzen. Ein eigenes Postfach habe ich auch noch! Coolio.
Aber ich bin schon total scharf drauf endlich mal was abzuräumen und möchte mein Profil erstellen. Das läuft in 5 Schritten ab- erstmal die Daten, dann 5 Fragen, dann das Profil an sich - mit Fotos zum Beispiel - und schließlich trägt man eine “Lock”-Nachricht für die anderen ein. Nachdem das alles geschehen ist, kann ich mich zusätzlich be-werben (im wahrsten Sinne des Wortes, meine ich), in dem ich Fotos und Videos hochlade, die meine Präsentation abrunden. Darauf verzichte ich erstmal, das kann ich später immer noch machen. Wichtig jedoch: Wenn ich nicht mindestens einen Beitrag hochlade, dann ist meine Bewerbung auch noch nicht öffentlich. Sucks. Aber macht ja auch Sinn. Hochladen kann man dafür so ziemlich alles, Videos im wmv, mov, mpg und avi Format so wie ganze Zip Ordner mit Bildern. Finde ich extrem gut, da mich die ganzen Upload-Programme von diversen anderen Websiten immer sowas von nerven. Und meistens muss man den Kram auch noch einzeln hochschmeissen. Nein danke, dann lieber etwas so angenehmes wie hier.
Okay, also muss ich jetzt doch einen Beitrag hochladen, sonst weiß ich ja nicht wie die Bewerbung aussieht. Ich entscheide mich für ein paar Bilder. Von mir natürlich. Und einer Schildkröte. Ich will ja Wähler aus jeden Zielgruppen, hehe. Nur leider hab ich ein Problem: Ich hab nur *rar, kein *zip. Nervt, dafür können die aber nichts. Jetzt hab ich alles erledigt und empfange auch prompt eine Mail vom Webmaster: Bewerbung veröffentlicht! Wo isses nun, mein Profil? Ach ja, da, bei “Mein Profil”.. wer hätte es gedacht..
Tjoah, bis jetzt sieht’s da ganz ordentlich, wenn auch ein bisschen leer aus. Bei den Statistiken bekomme ich auch genau ein Bild davon, warum es so leer ist: Null Views, null Stimmen. Aber gebt mir ‘ne Chance, ich bin ja erst seit ein paar Minuten da.
Gerade kommt mein Bruder runter, der parallel zu mir (auch wenn er nicht genau wusste, wieso), auch den Anmeldevorgang abschließen sollte. Der Dummbatz ist irgendwie daran gescheitert, warum auch immer, es macht ihm keinen Spaß. Aber er wollte sowieso nie Astronaut werden..
Sein eigentliches Argument dagegen: “Es dauert zu lange. Kann ich nicht einfach ein Foto hochladen und dann fertig sein?”.. hmm, weiß ich nicht. Wie könnte man denn sonst die Wähler anlocken? Aber eins stimmt natürlich: Man muss hartnäckig bleiben und sich selbst gut präsentieren. Dafür helfen aber auch die Werbemittel. Hier ein bisschen Werbung für mein Profil:

Zack die Bohne! Und wehe ihr simst mich nicht nach oben! Höhö.
Fazit
Also, wenn ich mir die Konkurrenz so ansehe, merke ich schon, dass ich eigentlich keine Chance habe. Nicht, dass ich nicht gerne ins Weltall gehen würde, aber irgendwie scheint es mir unwahrscheinlich, dass ich gewinnen werde. Ich würde jedenfalls keine SMS vertickern, um jemanden nach vorne zu bringen, sondern mich selbst anmelden und darauf hoffen, weiter zu kommen. Ist zwar unlogisch, aber reden wir nicht drüber. Jedenfalls habe ich auch nicht die Zeit und die Ausdauer, da mitzumachen. Man muss es schon wirklich wollen, man muss sein Profil pflegen und sich um Werbung kümmern. Die, die es wollen, schaffen es vielleicht. Und denen wünsche ich auch viel, viel Glück. Ich geh dann mal mein Hartz IV beantragen…
Ich weiß nicht, was los ist mit mir, mit meinem Leben. Ich will nicht sagen, dass alles perfekt läuft, das ganz und gar nicht. Aber es scheint so, als würde mich das Schicksal dazu bringen wollen, für immer hier zu bleiben. Erstmal zwei Jahre lang scheisse zu mir sein und auf einmal.. auf einmal habe ich Spaß (JAHA, GENAU VON DIESER ART SPASS REDEN WIR HIER!!), auf einmal habe ich Freunde, und zwar nicht nur die obligatorischen drei besten Freunde, sondern auch Bekannte, auch Menschen, die ich gerne um mich habe, ohne großartige Verpflichtungen eingehen zu müssen.
Plötzlich scheint alles ganz cool, obwohl meine Zukunft sowas von Ungewiss ist. Noch rette ich mich in das “erst mal Pause machen” Loch, das hält dann genau so lange an, bis ich mein Abizeugnis in der Hand halte. Noch halte ich mich mit dem Gedanken an der EM über Wasser, zu wissen, da kommt ja etwas das mich täglich beschäftigen wird. Und ich meine, klar, wenn man jetzt auf einmal gar nicht mehr so viel Unbehagen seinem kleinen Kaff entgegenbringen kann, wird der Drang, oder eher der innere Druck, weggehen zu müssen, auch zunehmend geringer.
Ich habe Angst, dass sich das irgendwie manifestiert. Angst mit diesem “zufrieden geben” Status- nicht, dass das schlecht wäre, manchmal muss man halt auch wissen, wo es endet. Aber soll das jetzt alles sein? Ist das der Zenit meines Glücks, ab und zu mal weggehen, ein paar Leute kennen zu lernen, ein bisschen Abwechslung im Tagesablauf aber im Grunde genommen- alles gleich? Ich weiß nicht.
Eine Großstadt! Eine berufliche Zukunft, oder wenigstens eine akademische! Ich fühle doch, wie ich regelrecht verblöde, jeden Tag am See oder im Club oder am Saufen und am Kette rauchen!
Ab morgen mache ich mich definitiv auf Jobsuche. Irgendwas relativ festes für die nächsten 2-3 Monate, etwas, dass mir genug Geld bringt, um hier abzuhauen, ohne noch mal zurück zu blicken..

Ich habe ein Stöckchen zugeworfen bekommen. Obwohl ich den Ausdruck “Stöckchen” hasse und finde, dass der Erfinder geschlagen gehört, mach ich ausnahmsweise mal mit. Hab ja sonst nichts besseres zu tun, und Sonne scheint morgen ja auch noch.
Sechs Macken
Regeln:
1. Setze einen Link zu der Person, die dir das Stöckchen zugeworfen hat.
2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.
3. Erzähle von dir 6 unwichtige Dinge/Macken/Gewohnheiten.
4. Gib das Stöckchen am Ende deiner 6 Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.
5. Hinterlasse bei jeder der gewählten Personen einen Kommentar in ihrem Blog, wonach sie getagged wurde.
1. Ich lasse beim Zähneputzen für gewöhnlich das Wasser laufen und latsche dann im Kreis durch’s Bad. Warum weiß ich nicht, aber es ist so und es darf auch nicht anders sein. Und wenn wir schon dabei sind: Ich muss dann meistens auch sabbern weil die Zahnpasta so scharf ist.
2. Ich bin ein Sprachnazi. Wenn ich Leute “einzigste” sagen höre, krümmen sich meine Fußnägel nach oben und reissen von alleine ab. Deshalb kriegt dann jeder von mir gehörig auf’s Maul, solange, bis er weiß, dass es “einzige” heisst.
3. Ich singe beim Auto fahren, am liebsten trashige 90er Musik (”Pump Up The Jam”, “Rhythm Is A Dancer”, etc), und es ist mir egal wie spät es ist- laut und lärmig. Und wenn jemand mitfährt, ist mir das auch egal.
4. Bevor ich schlafen gehe, muss ich genau wissen, dass kein fliegendes Viech rumschwirrt das mir ums Ohr braust und mir den wohlverdienten Schlaf raubt. Deshalb führe ich meistens noch nachts irgendwelche akrobatischen Tänze vor, in der vergeblichen Mühe, lästige Mücken mit der Zeitung von gestern gegen die Wand zu klatschen und dann einen Mammutruf des Erfolges abzugeben.
5. Ich trage meine Haare eigentlich nie offen. Nicht, weil ich denke, dass das scheisse aussieht, sondern weil ich das jetzt so lange schon mache dass sich alles andere komplett falsch anfühlt. Jawohl.
6. Wenn ich etwas nicht verstehe, muss ich so lange nachfragen und rumbohren, bis ich alles weiß. Vorrausgesetzt, dass es mich interessiert, egal, wie wahllos und unwichtig es für mich ist.
Ich brauche eine “Katastrophen wenn Betrunken” Kategorie für meinen Blog. Wirklich. Der Spaß letzte Nacht hat mich einen Gang zum Notarzt und 40 Euro gekostet, die mich wieder auf insgesamt Pleite bringen. Umso besser sehen die kommenden Wochen für mich aus.
Die Moral von letzter Nacht: Sobald die Schule aufhört, fängt das wahre Leben aus dem Fernsehen wirklich an.
Es war ja klar. Wirklich, nein, ich bin überhaupt nicht aggressiv oder genervt oder sowas, denn es war klar, eindeutig, dass jetzt sowas kommen würde. Denn, okay, ich hab sturmfrei, was ziemlich cool ist, davon gehe ich zumindest mal aus. Und heute ist der erste Freitag nach meiner Schulzeit, was auch extrem gut ist, das heisst, es existiert unweit von hier ein reges Nachtleben. Ich habe tatsächlich Freunde, die ihre Zeit mit mir verbringen möchten, ohne dass ich sie dafür bezahlen muss, was immerhin ein Fortschritt zu den gesamten Jahren meines Lebens ist. Auch wenn ich weiß, dass das nicht für immer halten kann, ich muss es doch ausnutzen.
Das Wetter war die ganze Zeit super optimal um feiern zu gehen- nachts frieren ist vorbei, meine Kameraden und Kollegen! Im Bikini in den Club, sag ich dazu nur! Schwitzen, nachdem man schon drei Stunden draußen steht! DAS ist eine echte Party! Nie wieder fette Taschen mitnehmen um die klobigen Jacken da rein zu stopfen, sobald man drinnen steht! Nie wieder die Schals und Mützen vor den Türstehern verstecken, die immerhin ein bisschen Mühe erwarten! Nie wieder, zumindest für ein paar Monate.
Um das alles abzurunden, bin ich auch noch im Besitz von Geld. GELD. Ich habe nicht nur genug Geld, um mich ordentlich zuzuschütten, was ja nach 13 Jahren Schule auch mal sein darf, nein, ich habe sogar so viel, dass ich nicht bis zur ersten S-Bahn am nächsten morgen warten muss, sondern tatsächlich mit einem Taxi nach Hause fahren kann. Da ich aber sowieso so viel Lust habe, Party zu machen, dass ich wahrscheinlich auch freiwillig bis um 8 Uhr morgens abfeier, brauche ich dieses Geld nicht mal auszugeben.
Eigentlich.
EIGENTLICH.
Denn ich stehe nichts ahnend in der Videothek rum (es nennt sich Arbeit, bei gutem Wetter hat es allerdings mehr mit am Sack kratzen zu tun), und auf einmal höre ich es. Donner. Im ersten Augenblick erschrocken, im nächsten muss ich über mich selbst lachen und denke mir: Naja, klar, ist ja auch schwül draußen, da darfs gerne jetzt ein bisschen regnen und abkühlen und dann hörts ja auch direkt wieder auf.
AM ARSCH.
Seht ihr, das ist jetzt mehr als eine Stunde her. In der Zwischenzeit hat es einen monsunartigen Niederschlag geregnet, es hat Fußballbälle gehagelt und von meiner Frisur, die ich bis dahin noch nicht mal zurecht gemacht sondern nur im Grundprinzip aufgearbeitet habe… über die wollen wir jetzt bitte nicht reden, sonst muss ich weinen.
Naja, jedenfalls warte ich quasi gerade auf den Anruf von Menschen, die mir mitteilen, dass sie bei so einem Chaoswetter nicht das Haus verlassen werden und lieber eine Flasche Wein vor der Glotze kippen. Und wo wir gerade dabei sind: Dieses Drecks Digital TV funktioniert bei so einem Wetter nicht. Und ein Buch, das ich nicht zufälligerweise auswendig kenne, habe ich auch keins mehr. Und das Internet hab ich durchgespielt.
Ich werd wahnsinnig ich sags euch.
Weil ich in der letzten Zeit mal wieder so viele Filme gesehen habe, ohne sie eines Kommentares zu würdigen, möchte ich das hier im Schnelldurchgang mal nachholen. Und wer sich fragt, wie ich bei so viel Zeit noch so viel gucken kann, dem sei geraten, die Fähigkeiten eines Cineasten niemals anzuzweifeln. Vor allem, wenn besagter Cineast in einer Videothek arbeitet und gute Kontakte zu Kinomitarbeiter hat (letzteres besteht überhaupt nicht, aber whatever).
Free Rainer: Deutsch und trotzdem irgendwie gut. Bleibtreu überzeugt, obwohl die Story leicht übertrieben ist.
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken: Benno Fürmann kann auch mit geleckter Friese und Moustache gut aussehen. Ansonsten eher zum Gähnen.
Trade: Ein bisschen zu dramatisch, aber intensiv und spannend bis zum Schluss.
Enttarnt: Man glaubt, dass der Film spannend ist, weil man einen Höhepunkt erwartet. Gab’s leider keinen.
Love Vegas: Erwartungen wurden um eine Millionen übertroffen. Selten so einen verdammt lustigen, wenn auch seichten und gegen Ende hin sehr kitschigen Film gesehen. Tränen gelacht.
21: Hatte nichts mit Black Jack zu tun, aber ganz nette Story und cooler Soundtrack.
Tödliche Versprechen: Hat mir nicht sonderlich gefallen. Wirklich, hätte stärker sein können. Trotzdem spannend, und ich liebe Naomi Watts.
The Messengers: Old-Skool Horror. Nicht sonderlich gut, aber wenigstens besser als der ganze Splatterscheiss.
Right At Your Door: Gute Story, gute Umsetzung, aber viel zu sehr mit moralischen Fragen bestückelt, die einem zu krass auf die Nerven gehen und von der Unterhaltung ablenken.
Sex and the City: Kann man sich getrost auf DVD angucken, 2 Stunden sind definitiv zu lang für diese ausgelaugte Serie, und tut mir leid, ich habe noch nie so viele Klischees auf einem Haufen erlebt (gilt auch für den ganzen Kinobesuch). Die Serie rockt, der Film floppt.
Das war’s erstmal, ich weiß nämlich gerade überhaupt nicht was ich noch geguckt habe. Nächstes Wochenende ist auf jeden Fall noch mal Indiana Jones dran, bisher konnte ich noch niemanden mobilisieren, ihn mit mir zu gucken. Drecks Weiber..
Fertig. Nie wieder Schule. Das war’s.
Wobei, stimmt nicht ganz. Mindestens einmal muss ich noch hin, um Bücher abzugeben. Vielleicht danach noch mal, um meine Zeugniskopien beglaubigen zu lassen. Aber egal, scheiss drauf, nie wieder Unterricht.
Gestern war meine letzte mündliche Prüfung, Geschichte. Heute habe ich meine Noten und meinen Schnitt gesagt bekommen. Obwohl ich zumindest in Französisch ein beschissenes Gefühl hatte, kam ich mit 13 Punkte weg. Und Geschichte? 14. Das hätte ich mir nicht mal träumen lassen, wirklich nicht. Mein Schnitt hat mich umgehauen. Nachdem ich die letzten 4 Monate damit verbracht habe, meine hypothetischen Noten zusammen zu rechnen und an Tabellen meinen Schnitt abzulesen, war ich nie auf mehr als 2,4 gekommen, egal wie. Und heute erfahre ich, dass ich einen Schnitt von 1,8 habe. Wie ich das gemacht habe, keine Ahnung, und warum ich mich so dreist verrechnet habe (ungefähr drei Millionen mal), weiß ich auch nicht, aber egal, scheiss drauf, scheiss drauf. Nicht nur, dass ich meinen Traumschnitt habe, ich kann mich auch tatsächlich da bewerben, wo ich mich bewerben wollte, ich kann jetzt ohne schlechtes Gewissen Party machen gehen und meinen Erziehungsdrachen den Fickfinger zeigen, wohoo.
Naja, so schlimm ist es dann doch nicht. Ich weiß nur: Jetzt fängt das Komsaufen an, und ich meld mich dann, wenn ich fertig bin. Vielleicht.
[Trigami-Anzeige]
Ich finde, die Jugend, vielleicht sogar die Menschheit als Gesamtes sollte sich öfter und mehr mit Literatur beschäftigen. Die meisten hocken nur noch vor der Mattscheibe, wo sowieso nur Rotze läuft, oder sitzen am PC und erledigen sogenannte “Aufgaben”, die eigentlich mehr was mit Zeitverschwendung als mit Produktivität zu tun haben.
Lesen bildet. Ich kenne kaum noch junge Menschen, die in die Bücherei gehen. Eher werden Bücher mit mittelalterlichen Foltermethoden verglichen, weil man in der Schule mit altertümlichen Schinken beschmissen wird die man auch zu lesen hat um weiter zu kommen. Hat ja auch seinen Sinn, sich mal mit Goethe und Konsorten zu befassen. Trotzdem geht dabei die Aktualität flöten, der Bezug zu heute, eine wirkliche Alternative zu dem Angebot an Freizeit bieten Bücher ja jedenfalls nicht mehr an.
Ich persönlich sehe das anders.. nichts besseres als bei so einem Sonnenschein mit guten Freunden, ein paar Bier und einer spannenden Lektüre am See zu gammeln und das Leben zu genießen. Das sind köstliche Momente! Und wenn’s regnet, kann man ja die Nachmittagsmagazine ausschalten und sich ‘nen Kakao oder von mir aus auch nen Baileys eingießen und ein bisschen regnen. Manche, wie mein Bruder, lesen auch gerne auf dem Klo, wenn der Stoffwechsel mal wieder zu wünschen übrig lässt.
Aber egal! Kommen wir zum Thema! Und zwar möchte ich heute im Auftrag von Trigami ein bisschen Werbung machen, die vielleicht anregt, mal wieder zu der Großmutter unter den Entertainern zu greifen… es geht nämlich um ein Buch, “Jagd nach dem Gold”, von Gerard Schwyn. Ich selbst habe es noch nicht gelesen, aber es hört sich nicht schlecht an. Es geht um die Machenschaften im Kongo, und um das Abenteuer eines EU-Deligierten, der versucht, die Korruption und den Raub von Bodenschätzen im Kongo zu unterbinden.
Hier die Beschreibung von Amazon:
Im Kongo herrscht das Goldfieber. 35 Jahre Regime Mobutu stürzten den Kongo, ein Gebiet so groß wie die Fläche von Portugal bis Polen, in ein unregierbares Chaos. Der Reichtum an Bodenschätzen animiert die Armeen der umliegenden Länder zu Plünderungen. In- und ausländische Geschäftsleute bereichern sich. Nationale Milizen stürzen den Osten in Armut und Elend. Sie tauschen Gold in großen Mengen gegen Waffen ein. Hilfsorganisationen und ein kleines UNO-Kontingent versuchen verzweifelt, eine minimale Ordnung aufrechtzuerhalten. Ein EU-Delegierter kommt in den Wirren und mafiaähnlichen Verhältnissen ebenfalls vom richtigen Weg ab. Brüssel möchte mit dem Spezialagenten George Marteau die Mißstände an Ort und Stelle aufdecken. Marteau kämpft an vielen Fronten und versucht, in das Netzwerk von Geschäft, Korruption, Gewalt und internationalen Verflechtungen einzudringen. Er erlebt riskante und turbulente Situationen und trifft dabei auf die attraktive Leiterin eines Hilfswerks sowie auf eine afrikanische Schönheit. Beide Frauen erfüllen im Chaos des Kongo ihre Aufgaben mit großem Geschick und tangieren dabei Marteaus Auftrag. Die Jagd nach dem Gold steigert sich bis zu einem finalen Höhepunkt, der den EU-Auftrag abschließt, dem Raub von Bodenschätzen im Kongo aber kein Ende setzt.
Nicht schlecht, nicht schlecht! Ein packender und vor allem: aktueller Thriller, der sich mit der Thematik um Afrika und spezifisch des Kongo auseinandersetzt. Ich denke, interessant ist es vor allem wegen der im Roman aufgegriffenen Location. Man liest nicht jeden Tag ein Buch über Afrika, bzw. eine Geschichte mit Afrika im Hintergrund. Vor allem, da der Kongo oft genug in kurzer Zeit seine Schlagzeilen macht, ist man damit quasi auch in der Unterhaltung up to date. Die letzte Nachricht aus dem Kongo handelt um eine deutsche Studentin, die vermisst wird. Auf jeden Fall also etwas, das in Gedanken bleiben sollte, und vom Roman auch in Sachen Neuigkeiten abgedeckt wird. Außerdem haben wir genug von kleinen Zauberern die in ihrer eigenen Welt leben, vielleicht sollte man sich tatsächlich mal mit etwas beschäftigen, das nicht nur Spaß macht sondern eventuell sogar weiterbildet. Horizonterweiterung und so.
Also! Ein attraktiver und spannend wirkender Schmöker, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Ich persönlich werde, sobald ich mich aus meiner Finanzmisere gerettet habe, mir das Buch bestellen, schon alleine weil ich ja sonst keine Empfehlungen bekomme. Geht! Bildet euch weiter! Macht mal was! Ihr Rechteckäugler, ihr.
Ich war jetzt so lange nicht mehr am PC, meine Cookies müssen schon erneuert werden. Ist leider ein negativer Aspekt, wenn man ein Sidekick hat und eigentlich immer online ist. Das Surfen bleibt damit auf der Strecke, denn, anders als beim IPhone, ist man da leider nicht im “richtigen” Internet, sondern muss sich mit gebrochenen Websites zufrieden geben, die allesamt scheisse aussehen und Zeit verschwenden. Aber hauptsache Emails empfangen und chatten, Tag und Nacht erreichbar sein (für wen, keine Ahnung) und endlos Geld in T-Mobile’s Rachen schmeissen weil man sich ja jeden Scheiss zu diesem Drecksgerät dazubuchen muss (einen WECKER, JesusMariaundJosef, EINEN GOTTVERDAMMTEN WECKER MUSSTE ICH MIR KAUFEN!!).
Jedenfalls, meine Abwesenheit ist mit elender Geldverschwenderei und endlosem Gepauke zu begründen. Vier Tage Geschichte non-stop und ungefähr eine halbe Stunde Französisch, die ich heute nachmittag mit gutem Willen absolviert habe. Morgen ist dann die Französisch Prüfung dran, und ich hoffe, ich werde mir genügend Ideen aus dem Ärmel zaubern können, wenn ich erstmal die Aufgaben vor mir habe, denn in der restlichen Zeit werde ich mir weder halbwegs perfektes Französisch aneignen, noch irgendwelche Thematiken auswendig lernen können, die mir morgen eventuell helfen. Wie gesagt, dafür halt Geschichte. Ich tippe in beiden Fächern auf irgendwas zwischen 5 und 8 Punkten, mehr ist da nicht rauszuholen. Ist sowieso für’n Arsch, da sich mein Schnitt in beide Richtungen nur um maximal zwei Dezimalstellen verschieben könnte. Und da ich meinen Traumschnitt von 1,9 sowieso nicht mehr erreichen kann, egal mit welchen akrobatischen Seiltanzaufführungen, kann ich da auch gediegen drauf scheisse und stattdessen den Tag nach der Prüfung, respektive morgen, am See chillen und mich chillig auf Geschichte einstimmen.
Und dann, meine werten Damen und Herren, bin ich offiziell fertig mit der Schule und kann mich an den existenziellen Abgrund bewegen, der spürbar näher kommt. Fragen über Fragen werden sich häufen, denn ich habe keine Ahnung, wohin danach mit mir, mit welchen finanziellen Mitteln oder ökonomischen Zwecken. Alles, was feststeht, ist ein abartiges Komasaufen um die letzten 13 Jahre zu vergessen und ein bisschen Gruppensex für die Psyche.
Entweder das, oder mein Laptop kommt endlich morgen, dann hab ich wenigstens für eine Woche ein Spielzeug, mit dem ich mich beschäftigen kann. Egal wie, eure Emails werden dann gründlich beantwortet, meine anstehende Arbeit wird angepackt und so weiter und so fort. Dann kann nämlich auch die EM Anfangen ohne dass ich Sturzbäche weinen muss, weil noch so viel zu tun ist.
Yadda yadda, ich sollte dann irgendwann schlafen gehen. Oh, und ich wünsche mir zum bestandenen Abitur bitte eine Schildkröte, ich denke, ich hab sie mir verdient. Ich nenne sie auch ganz bestimmt “Otto von Bismarck”.
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