Es ist nicht vorbei, es klingt nur anders.

Generation: Anders

Posted: April 6th, 2008 | Author: septemberRAVEr | Filed under: Weltkulturerbe | 13 Comments »

Es läuft doch immer darauf hinaus, das man sich selbst auf ein Podest hebt, akzeptiert und ‘ne fette Party schmeisst. Alles.


13 Comments on “Generation: Anders”

  1. 1 Marcel said at 8:22 pm on April 6th, 2008:

    Am liebsten würde ich fast jeden deiner Texte auf meiner Seite abdrucken und immer dazu schreiben: Schaut euch dieses Mädel an, die Tussi denkt genau wie ich! HALLO? Gibt’s doch gar nicht!

  2. 2 Sebastian said at 8:40 pm on April 6th, 2008:

    Schöner, realistischer und selbstkritischer Blick auf Dich selbst. Anderssein als Selbstzweck ist halt albern. Merke:

    Es ist okay, im TV-Studio zu sitzen, so lange man nicht anfängt im Takt mitzuklatschen.

  3. 3 Cait said at 12:51 am on April 7th, 2008:

    Kann mich dem Herrn Marcel nur anschließen… Feini!

    Wollte (oder will noch immer?) in den letzten Wochen rausfinden, wer ich eigentlich bin und was mich von den anderen unterscheidet und ganz toll einzigartig macht… Aber ich glaub, dat is total egal. Jetzt wird nur noch gemacht, was ich gut find… Und wenn ich heulen bei “Titanic” gut finde, obwohl ein Großteil der “coolen” Bevölkerung das eher schwul findet, dann sei drauf geschissen… Am Ende hat man sich ja immer für eine der beiden Seiten entschieden oder entscheiden müssen… Bin ich halt auf der “ich-heule-bei-ALLEN-filmen-rotz-und-wasser”-Seite…
    Wollte ich nur gerade mal völlig sinnentleert sagen.
    YO!

  4. 4 Einsiedlerkrebs said at 3:34 am on April 7th, 2008:

    Man müsste sich schon von dieser Gesellschaft ausschließen, um seinen eigenen individuellen Gedanken nachzugehen. Man hat so keine Möglichkeit, etwas selber zu erdenken, viel zu wenig Zeit und man wird von allen Richtungen von Medien zu bombardiert und beeinflusst.
    Man setzt sich also nur mit verschiedenen Puzzle-Teilen selber zusammen, die man auf der Welt zusammensucht. Wer die Einzelstücke alle kennt, weiß was am Ende raus kommt.

  5. 5 bubu1838t said at 1:28 pm on April 7th, 2008:

    Super – vor allem der Teil mit der Gehirnamputation bei der der man das Gehirn noch zum sich selbst zersetzen und verwalten behalten darf.
    So ungefähr fühlt sich das dann an wenn man alt wird…meine ich mich zu erinnern.
    Wirklich super. Auf’s Podest schubs.

  6. 6 saripari said at 4:16 pm on April 7th, 2008:

    Cait- ein paar Wochen? Lean back and relax, das dauert glaub ich für immer, wirklich zu wissen, wer man ist… wenn das überhaupt irgendwann eintreten sollte.. ich geb mir da ehrlich gesagt keine Mühe, ich will nur zusehen, dass ich mit mir zufrieden bin, und das, DAS ist echt anstrengend..

    Einsiedlerkrebs- genau das ist mir ja bewusst geworden, weshalb ich mir nicht mehr die Mühe machen will, alles und jeden Einfluss krampfhaft zu verneinen (und dabei kann ich damit noch nicht mal etwas ausrichten). Es ist eben ein Teil davon. Akzeptieren und glücklich sein…

  7. 7 bastiH said at 4:17 pm on April 7th, 2008:

    du bist sara. reicht. und du bist es deswegen, weil alles was du beschrieben hast von dir kommt und deine reflektion ist. reicht. dass du sara bist, wird auch dir irgendwann reichen. und zwar dann, wenn du nur noch in jogginghose rumläufst… ;).

    also ich mag dich so assi wie du bist. das ist besser, als alles andere was versucht assi zu sein. ich glaub du bist deinem “ziel” näher als du denkst.

  8. 8 Sebastian said at 5:56 pm on April 7th, 2008:

    Assi-Sara hätte was. So mit 10-minütigem Redeschwall auf youtube, oben ohne auf einer speckigen Couch.

  9. 9 Christian said at 6:09 pm on April 7th, 2008:

    Wirklich guter Text. Es fällt mir schwer jetzt noch zutreffende Worte zu finden, denn im Endeffekt hast du alles gesagt. Kopfhoch.

  10. 10 Hector Pascal said at 7:29 pm on April 7th, 2008:

    Ist wohl auch der Fluch der späten Geburt – in den 80ern z.B. konnte man die Illusion, originell zu sein, noch mühelos aufrecht erhalten. Alle waren so herrlich naiv und verspielt, ohne es zu bemerken.

  11. 11 Robby said at 8:31 pm on April 8th, 2008:

    “Vielleicht ist man tatsächlich nur “irgendwie” und “irgendwas”, eine wabbelnde Masse im Universum, nichts wert, nichts aussagend, überhaupt keine Bedeutung, und wir machen uns diesen obsessiven Stress nur, um uns selbst einzureden, wer oder was wir sind, dass wir überhaupt etwas sind.”

    Yop. Alles und nichts zugleich. Daher gibt es auch nur eine wirklich annehmbare Option im Leben.

  12. 12 Cait said at 8:51 am on April 9th, 2008:

    “…eine wirklich annehmbare Option im Leben…” und die heißt “sterben”… höhö… :)
    nee, also nach dem Sinn des Lebens an sich und danach, wer ich wirklich bin, danach suche ich jetzt schon seit etwa 13 Jahren (whoh, grusel)… warum ich in den letzten paar Wochen so exzessiv danach suchte, liegt wohl an der sechswöchigen therapie in der tagesklinik, in der ich einige dinge über mich erfahren habe, die ich vorher noch nicht so deutlich wahrgenommen hatte… bzw. noch gar nicht… zum beispiel, dass ich nicht aus mir selbst heraus gut zu mir sein kann, mich nicht aus mir selbst heraus lieben oder respektieren kann… dass ich die bestätigung immer in der anerkennung anderer menschen suche und die liebe anderer menschen brauche, um überhaupt weiterzuleben… und dass aber, egal, wie oft man mir sagt, dass man mich mag, ich dies nie akzeptieren kann und all die bestätigung, die man mir gibt, immer durch mein kleines, bodenloses fässchen durchfällt… ich kann halt gar nicht glauben, dass man mich einfach so mag, ohne dass ich großartig was dafür getan habe…
    individuell sein ist cool, denn das gibt einem meist die anerkennung der anderen… aber am ende, wie du schon sagtest, kann man gar nie individuell sein, weil alles schon mal da war, alles irgendwann entdeckt sein wird, man alles mit mindestens einer person IMMER teilen muss…
    jetzt muss ich für mich selber lernen, was der bastih dir schon gesagt hat: wir sind cool, weil wir wir sind. und niemand anders. egal, wie sehr wir mit der masse schwimmen oder in sie hineinkacken. wenn uns jemand mag, dann ist es ein geschenk und wir können nichts dafür tun, es zu bekommen… wenn wir uns selbst mögen… so wie wir sind… dann ist es glückseligkeit. und da geh ich jetzt mal los und such die… die olle futt kann sich nicht ewig vor mir verstecken. :D

  13. 13 das_sascha said at 11:36 pm on June 1st, 2008:

    Wuah. Wie das meinen eigenen Zustand wiederspiegelt. Aber irgendwie versuche ich jetzt seit etwa einem halben Jahr zu akzeptieren, dass ich ein Einzelgänger bin. Dass ich nie _die_ Freunde finden werd, sondern dass die alle mehr so gute Bekannte für mich sein werden. Und vielleicht finde ich dann irgendwann eine Person, die so wirklich eine richtig gute Freundin bzw. wirklich ein richtig guter Freund ist. Eine Person mit der ich wirklich alles “teilen” kann (nicht im materiellen Sinne). Vielleicht. Irgendwann. Bis dahin muss ich mich damit abfinden Einzelgänger zu sein.

    (Und mit richtig gute Freundin bzw. richtig guter Freund meine ich nicht die besten Freund/innen aus meinen letzten Jahren, die sich nach mehr oder weniger kurzer Zeit immer als etwas anderes herausgestellt haben, als ich mir von ihnen erhoffte.)